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Deutsche Welle Glaubenssachen

Deutsche Welle Glaubenssachen

Die Grenzen der Nächstenliebe

Veröffentlichung:26.10.2025

Das Audio erschließt das Gleichnis vom barmherzigen Samariter als Ausgangspunkt für eine aktuelle Reflexion über Nächstenliebe, Solidarität und soziale Verantwortung. Es zeigt, dass die Frage nach dem Nächsten nicht nur eine religiöse oder persönliche Frage ist, sondern auch eine politische und gesellschaftliche Dimension besitzt. Ausgehend von der biblischen Erzählung wird der Blick auf gegenwärtige Debatten um Migration, Pflege, Sozialstaat, Zeitnot und Mitmenschlichkeit gelenkt. Besonders deutlich wird, dass konkrete Hilfe nicht allein von moralischer Überzeugung abhängt, sondern auch von gesellschaftlichen Bedingungen wie Zeit, Ressourcen und institutionellen Strukturen. Nächstenliebe erscheint so nicht als sentimentales Ideal, sondern als anspruchsvolle Haltung, die tätige Hilfe, Zuwendung und Verantwortung für das Ganze verbindet.

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Lernende können zunächst das Gleichnis vom barmherzigen Samariter erschließen und die Umkehrung der Ausgangsfrage herausarbeiten: Nicht wer mein Nächster ist, steht im Mittelpunkt, sondern wie ich selbst zum Nächsten werde. Anschließend kann der Text in Gruppen auf zentrale Themen hin untersucht werden, etwa Pflegekrise, Sozialstaat, Migration, Zeitdruck, Zuwendung oder politische Instrumentalisierung christlicher Begriffe. Methodisch bietet sich eine Debatte zur Frage an, ob Nächstenliebe vor allem private Haltung oder gesellschaftliche Aufgabe ist. Ebenso sinnvoll ist ein Vergleich zwischen biblischer Erzählung, sozialpsychologischer Studie und heutigen Erfahrungen in Pflege und Alltag. Lernende können eigene Beispiele sammeln, in denen Zeitnot Hilfe verhindert oder ermöglicht. Kreative Aufgaben wie ein moderner Samaritertext, ein Perspektivwechsel aus Sicht des Verletzten oder eine Stellungnahme zur Idee eines sozialen Pflichtjahres vertiefen die Auseinandersetzung. Wichtig ist eine sensible Gesprächsführung, da Themen wie Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Einsamkeit und Sterben persönliche Erfahrungen berühren können. Das Medium fördert religiöse Urteilsbildung, ethische Reflexion und die Fähigkeit, christliche Traditionen kritisch auf Gegenwartsfragen zu beziehen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottesebenbildlichkeit.

Sekundarstufe II | Q3 Ethik – die Frage nach Gut und Böse

Q3.2 Biblische Ethik – Spannung zwischen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 3. Gesellschaftlich-politische Verantwortung aus christlicher Motivation.

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