Der Einstieg kann über persönliche Erfahrungen mit Licht erfolgen, etwa über Kerzen, Sonnenaufgänge, dunkle Räume, Hoffnungsbilder oder Lichtfeste. Anschließend können die Lernenden zentrale Textstellen markieren und unterscheiden, welche Bedeutungen Licht jeweils erhält: Licht als Schöpfung, Licht als Christusmotiv, Licht als Trost, Licht als Erkenntnis, Licht als religiöse Erfahrung oder Licht als künstlerisches Ausdrucksmittel. Methodisch bietet sich eine Stationenarbeit an, bei der biblische Texte, der Lichtvers aus dem Koran, jüdische Lichttraditionen, Kunstwerke von James Turrell oder Kirchenfenster von Chagall und Richter miteinander verglichen werden. Auch kreative Zugänge sind sinnvoll: Lernenden können ein eigenes Lichtsymbol gestalten, ein kurzes Lichtgebet formulieren, ein Foto zum Thema Hoffnung aufnehmen oder ein persönliches Lichtwort auswählen und deuten. Besonders fruchtbar ist die Verbindung von Religion, Kunst, Musik und Literatur, weil dadurch auch Lernende angesprochen werden, die religiöse Sprache zunächst als fremd erleben. Zugleich ermöglicht das Medium interreligiöses Lernen, da Licht in Judentum, Christentum und Islam als Zeichen des Göttlichen erscheint. Wichtig ist, die Ambivalenz des Lichts nicht auszublenden: Licht kann blenden, täuschen und Schatten werfen. So kann im Unterricht auch kritisch gefragt werden, welche Hoffnungen tragen und welche nur Schein sind. Das Medium unterstützt damit symbolisches Lernen, ästhetische Bildung, religiöse Sprachfähigkeit und die Suche nach eigenen Deutungen von Dunkelheit, Hoffnung und Transzendenz.