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Macht Chat GPT Schüler dumm? Oder schlau?

Veröffentlichung:25.12.2023

Das Video zum Thema „ChatGPT in der Schule“ thematisiert die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz durch Lernende und zeigt sowohl Chancen als auch Herausforderungen auf. Es wird deutlich, dass bereits ein großer Teil der Lernenden KI Anwendungen wie ChatGPT im schulischen Kontext nutzt, etwa zur Ideenfindung oder zur Unterstützung beim Schreiben von Texten. Gleichzeitig wird auf Probleme hingewiesen, wie fehlerhafte Inhalte, fehlende Transparenz der Quellen sowie mögliche Verzerrungen in den Ergebnissen. Das Video erklärt zudem die Funktionsweise von ChatGPT als sprachbasiertes System, das auf Wahrscheinlichkeiten beruht, und zeigt anhand von Unterrichtssituationen, wie schwierig es sein kann, KI generierte Texte von menschlichen zu unterscheiden. Neben kritischen Perspektiven werden auch Potenziale hervorgehoben, etwa individualisiertes Lernen, Unterstützung für Lehrkräfte und neue didaktische Möglichkeiten im Unterricht.

Das Video aus der Reihe „MrWissen2go Exklusiv“ beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken von ChatGPT und anderen Formen künstlicher Intelligenz in der Schule. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass ChatGPT bereits von vielen Lernenden für Hausaufgaben, Texte und Lernprozesse verwendet wird. Das Video erklärt in verständlicher Form, wie ChatGPT auf der Grundlage großer Textmengen und statistischer Wahrscheinlichkeiten Antworten erzeugt. Zugleich werden zentrale Probleme wie sachlich falsche Angaben, erfundene Quellen, fehlende Transparenz, verzerrte Trainingsdaten, Rassismus, Sexismus und Datenschutz angesprochen. Am Beispiel einer neunten Klasse wird gezeigt, wie Lernende von ChatGPT erstellte Texte untersuchen, Fehler erkennen und die Qualität der Ergebnisse durch präzisere Anweisungen verbessern. Fachleute aus Schule, Wissenschaft und Bildungspolitik erläutern mögliche Einsatzfelder. Künstliche Intelligenz kann individuelles Lernen unterstützen, Rückmeldungen geben, Übungen erstellen und Lehrkräfte bei zeitintensiven Aufgaben entlasten. Sie kann Lehrkräfte jedoch nicht ersetzen. Als weitere Herausforderungen nennt das Video ungleiche technische Voraussetzungen, eine mögliche Vergrößerung der Bildungsschere, mangelnde Qualifizierung und die Gefahr, dass Lernende Aufgaben lediglich von einem Programm erledigen lassen. Das Video gelangt zu dem Ergebnis, dass künstliche Intelligenz dauerhaft zum schulischen Alltag gehören wird und deshalb ein sachkundiger, kritischer und verantwortlicher Umgang mit ihr vermittelt werden muss.

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Im Religionsunterricht eignet sich das Video besonders für Themen wie Wahrheit, Verantwortung, Menschenbild, Freiheit, Gerechtigkeit, Bildung, Technik und Ethik. Vor der Sichtung können die Lernenden anonym angeben, ob und wofür sie künstliche Intelligenz verwenden. Eine Positionslinie mit den Polen „große Chance“ und „große Gefahr“ macht erste Einschätzungen sichtbar. Persönliche Nutzungsweisen sollten nur freiwillig besprochen werden, damit niemand zu einem Geständnis über unerlaubte Nutzung gedrängt wird. Während der Sichtung empfiehlt sich ein Beobachtungsauftrag mit den Kategorien Chancen, Risiken, Voraussetzungen und offene Fragen. Wegen der Länge des Videos kann es in Abschnitte gegliedert werden. Sinnvolle Haltepunkte liegen nach der Erklärung der Funktionsweise, nach der Darstellung der Fehlerquellen, nach dem Unterrichtsbeispiel und vor dem abschließenden Urteil über eine mögliche Entlastung von Lehrkräften. Verschiedene Gruppen können jeweils eine Perspektive untersuchen, etwa die Perspektive der Lernenden, der Lehrkräfte, der Fachleute oder der Bildungspolitik. Anschließend werden die Ergebnisse verglichen und nach ethischen Kriterien beurteilt. Dabei sollte die Lehrkraft deutlich machen, dass im Video genannte Nutzungszahlen und technische Aussagen den Stand der Entstehungszeit wiedergeben und bei einer aktuellen Verwendung überprüft werden müssen. Für einen praktischen Zugang kann ein von künstlicher Intelligenz erzeugter Text zu einem religiösen Thema mit einem Schulbuchtext oder einer verlässlichen Quelle verglichen werden. Die Lernenden markieren überprüfbare Aussagen, unbelegte Behauptungen, unklare Begriffe und mögliche Wertungen. Dabei lernen sie, dass sprachliche Sicherheit kein Beleg für sachliche Richtigkeit ist. Auch erfundene Quellen können thematisiert werden. Die Lernenden entwickeln anschließend Regeln für einen verantwortlichen Einsatz künstlicher Intelligenz im Religionsunterricht. Dazu gehören die Kennzeichnung der Nutzung, die Prüfung von Aussagen, der Schutz persönlicher Daten, die Angabe verlässlicher Quellen, die eigenständige Urteilsbildung und die Übernahme der Verantwortung für das abgegebene Ergebnis. Folgende Fragestellungen können die Erschließung vertiefen: Wie arbeitet ChatGPT? ChatGPT berechnet auf der Grundlage seiner Trainingsdaten, welche Wörter wahrscheinlich aufeinander folgen, und formuliert daraus eine Antwort. Versteht ChatGPT seine Antworten wie ein Mensch? Nein, das Programm erzeugt sprachlich passende Texte, besitzt aber kein menschliches Bewusstsein und kein eigenes Verständnis im menschlichen Sinne. Warum können Antworten falsch sein? Die Trainingsdaten können Fehler und Vorurteile enthalten, Quellen sind nicht immer nachvollziehbar und das Programm kann glaubwürdig klingende Angaben erfinden. Was bedeutet Halluzination bei künstlicher Intelligenz? Damit sind erfundene oder sachlich falsche Aussagen gemeint, die das Programm so formuliert, als seien sie zuverlässig. Welche Chancen bietet künstliche Intelligenz für Lernende? Sie kann Gedankenanstöße geben, Inhalte erklären, Übungen erstellen, Texte strukturieren und individuelles Lernen unterstützen. Welche Gefahren entstehen, wenn Aufgaben vollständig übernommen werden? Lernende können notwendige Denkprozesse umgehen, fremde Ergebnisse als eigene Leistung ausgeben und ihre Urteilsfähigkeit weniger entwickeln. Kann künstliche Intelligenz Lehrkräfte ersetzen? Nein, denn Unterricht erfordert persönliche Beziehung, pädagogische Verantwortung, Empathie, Situationswahrnehmung und begründete Entscheidungen. Künstliche Intelligenz kann lediglich bei einzelnen Aufgaben unterstützen. Warum kann sich die Bildungsschere vergrößern? Leistungsstarke Lernende nutzen künstliche Intelligenz eher als kritischen Gesprächspartner, während andere möglicherweise nur fertige Antworten übernehmen. Zudem verfügen nicht alle über denselben technischen Zugang oder gleichwertige Programme. Welche ethischen Probleme nennt das Video? Genannt werden Vorurteile in den Trainingsdaten, diskriminierende Antworten, fehlende Transparenz, Datenschutz, ungleiche Bildungschancen und die Frage nach der Verantwortung für fehlerhafte Ergebnisse. Wer trägt die Verantwortung für einen mit künstlicher Intelligenz erstellten Text? Die Person, die den Text verwendet und abgibt, bleibt für Prüfung, Auswahl, Kennzeichnung und Folgen verantwortlich. Ist die Nutzung von ChatGPT Täuschung? Das hängt von Aufgabe, Regeln und Offenlegung ab. Wird eine fremd erzeugte Leistung unerlaubt als eigene ausgegeben, liegt eine Täuschung nahe. Wird das Werkzeug transparent und nach vereinbarten Regeln zur Unterstützung eingesetzt, kann die Nutzung pädagogisch sinnvoll sein. Was bedeutet Wahrheit im Zusammenhang mit ChatGPT? Wahrheit darf nicht mit einer überzeugenden Formulierung verwechselt werden. Aussagen müssen anhand verlässlicher Quellen und nachvollziehbarer Kriterien geprüft werden. Wie könnte ein verantwortlicher Einsatz aussehen? Die Lernenden verwenden künstliche Intelligenz als Unterstützung, dokumentieren ihre Anweisungen, überprüfen Ergebnisse, verbessern Fehler und formulieren ein eigenes begründetes Urteil. Zur Sicherung können die Lernenden einen persönlichen Verhaltenskodex, ein Kriterienraster oder ein ethisches Urteil verfassen. Eine abschließende Positionslinie zeigt, ob und warum sich ihre Einschätzung verändert hat.


Didaktisch bietet das Medium vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Religionsunterricht, insbesondere im Kontext ethischer Fragestellungen und anthropologischer Grundfragen. Das Video eignet sich gut für einen problemorientierten Einstieg, da es an die Lebenswelt der Lernenden anknüpft und deren eigene Nutzungserfahrungen aufgreift. Eine erste Phase kann darin bestehen, dass Lernende ihre eigenen Erfahrungen mit KI reflektieren und mit den im Video dargestellten Positionen vergleichen. Anschließend kann die Funktionsweise von KI gemeinsam erarbeitet werden, um ein grundlegendes Verständnis zu schaffen. Besonders gewinnbringend ist eine vertiefende Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen, etwa im Hinblick auf Wahrheit, Verantwortung und Gerechtigkeit. Hier kann die Lehrkraft gezielt Impulse setzen, die eine Verbindung zu religiösen Deutungsmustern ermöglichen, beispielsweise die Frage nach der Verantwortung des Menschen für sein Handeln oder nach der Bedeutung von Wahrheit. Methodisch bietet sich eine Kombination aus Einzelarbeit, Gruppenarbeit und diskursiven Verfahren an. Lernende können beispielsweise KI Texte analysieren und auf Fehler oder problematische Inhalte hin untersuchen. Eine strukturierte Diskussion ermöglicht es, unterschiedliche Positionen abzuwägen und ein eigenes Urteil zu entwickeln. Darüber hinaus kann das Video Anlass sein, über die Rolle des Menschen in einer zunehmend technisierten Welt nachzudenken und die Frage zu stellen, ob Technik Grenzen hat oder haben sollte. Auch die Rolle von Bildung kann thematisiert werden, insbesondere im Hinblick auf Selbstständigkeit und verantwortungsbewusstes Lernen.

Hessen

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Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Christ sein in der heutigen Arbeitswelt

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