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Missio München

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Mindanao / Philippinen: Vertrieben in der eigenen Heimat

Veröffentlichung:9.1.2014

Das Video führt auf die Insel Mindanao auf den Philippinen und macht die komplexe Situation indigener Bevölkerungsgruppen sichtbar. Es zeigt eine Region, die reich an natürlichen Ressourcen ist, zugleich aber von Konflikten um Land, wirtschaftliche Interessen und kulturelle Identität geprägt wird. Internationale Konzerne, staatliche Eingriffe und Umweltzerstörung bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen der indigenen Ethnien. Am Beispiel der Aktivistin Jocelyn Aquiatan wird deutlich, wie sich Einzelne für die Rechte dieser Gemeinschaften einsetzen. Ihre Organisation engagiert sich für Bildung, Frieden und den Schutz von Landrechten. Gleichzeitig zeigt das Video die Gefahren dieses Engagements: Einschüchterung, Überwachung und Gewalt gehören für viele Aktivistinnen und Aktivisten zum Alltag. Das Medium macht deutlich, dass es hier nicht nur um wirtschaftliche Fragen geht, sondern um Identität, kulturelles Erbe und die grundlegenden Menschenrechte.

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Didaktisch bietet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte für den Religionsunterricht, insbesondere in den Themenfeldern „Gerechtigkeit“, „Bewahrung der Schöpfung“, „Menschenwürde“ und „globale Verantwortung“. Es ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen Perspektivwechsel hin zu globalen Ungleichheiten und zeigt exemplarisch, wie eng ökologische, soziale und kulturelle Fragen miteinander verknüpft sind. Methodisch empfiehlt sich ein problemorientierter Zugang: Zunächst können die Lernenden die verschiedenen Konfliktursachen herausarbeiten (Landrechte, wirtschaftliche Interessen, Umweltzerstörung, Diskriminierung). Anschließend kann die Rolle von Jocelyn Aquiatan als Beispiel für Zivilcourage und christlich motiviertes Engagement analysiert werden. Leitfragen könnten sein: Was bedeutet Gerechtigkeit in diesem Kontext? Welche Verantwortung tragen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft? Wie lässt sich der Einsatz für Menschenrechte mit dem christlichen Glauben verbinden? Eine Verknüpfung mit biblischen Impulsen – etwa zur Bewahrung der Schöpfung oder zur Option für die Armen – vertieft die theologische Dimension. In der methodischen Umsetzung bieten sich Gruppenarbeiten, Rollenspiele (z. B. Perspektiven von Indigenen, Regierung, Konzernen) oder Diskussionen zu ethischen Dilemmata an. Für höhere Jahrgangsstufen kann zudem die Problematik von „Red-Tagging“ und die Gefährdung von Menschenrechtsarbeit kritisch reflektiert werden. Das Medium fördert damit nicht nur Sachwissen, sondern auch Empathie, Urteilsfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung in einer globalisierten Welt zu erkennen.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik.

9G.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 7

7.1 Protestieren und Aufbegehren: Prophetisches Handeln.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Konflikte heute – typisch menschlich Aktuelle Beispiele von Protest und Aufbegehren
  • Was kann ich tun? Eintreten gegen Missstände unserer Zeit

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Christ sein in der heutigen Arbeitswelt

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