Für den katholischen Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um Gewissensbildung, Friedensethik und die Würde jedes Menschen handlungsorientiert zu erschließen. Ein sinnvoller Einstieg ist ein kurzes Standbild Verfahren, Lernende notieren spontan Begriffe zu Gandhi und ordnen sie anschließend den Kategorien Person Methode Ziel Wirkung zu. Danach kann das Video in Abschnitten gesehen werden, jeweils mit klaren Höraufträgen, etwa Welche Erfahrung verändert Gandhi in Südafrika oder Wie funktioniert Satyagraha und worin unterscheidet es sich von Passivität. Didaktisch wichtig ist die Klärung zentraler Begriffe wie Wahrheit Gewaltfreiheit ziviler Ungehorsam und Gewissen, verbunden mit einer theologischen Perspektive auf Wahrheit als Treue zu Gott und zum Menschen sowie auf Gewaltfreiheit als Ausdruck von Nächstenliebe und Feindesliebe. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenphase an, jede Gruppe bearbeitet einen Schwerpunkt Salzmarsch als Symbolhandlung Kampf gegen Ausgrenzung und Diskriminierung Einheit zwischen Religionen Fasten als moralischer Appell. Die Ergebnisse werden in einer gemeinsamen Mindmap zusammengeführt und anschließend in ein ethisches Urteil überführt, was an Gandhis Strategie überzeugend ist, wo Grenzen liegen und welche Verantwortung Einzelne tragen. Eine Brücke zur christlichen Tradition entsteht durch den Vergleich mit biblischen Motiven, etwa Selig die Frieden stiften, die goldene Regel oder Jesu Umgang mit Gewalt, sowie durch die katholische Soziallehre mit Menschenwürde Solidarität Gemeinwohl. Für eine vertiefende Stunde eignet sich eine Fallwerkstatt zur digitalen Lebenswelt, Lernende entwickeln gewaltfreie symbolische Aktionen gegen Unrecht im Netz, zum Beispiel respektvolle Gegenrede, Verzicht auf hetzende Inhalte, solidarische Unterstützung Betroffener oder eine schulische Kampagne für Fairness. Abschließend kann ein persönliches Lernprodukt stehen, etwa ein kurzer Gewissensbrief an mich selbst, in dem jede und jeder eine konkrete gewaltfreie Haltung für den Alltag formuliert und begründet. So verbindet das Medium historische Bildung mit religiöser Orientierung, moralischer Urteilsfähigkeit und praxisnaher Handlungskompetenz.