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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Warum gibt es die Bibel?

Veröffentlichung:13.5.2024

Die Folge des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ beschäftigt sich mit der grundlegenden Frage, warum es die Bibel gibt und wie sie entstanden ist. Ausgangspunkt ist die Frage des achtjährigen Finn. Zunächst wird erklärt, dass die Bibel nicht von einer einzigen Person geschrieben wurde und streng genommen nicht nur ein einzelnes Buch ist, sondern eine Sammlung vieler unterschiedlicher Schriften. Deshalb wird sie auch als „Buch der Bücher“ bezeichnet. Im Gespräch mit dem elektrischen Mönch wird erläutert, dass Menschen ihre Erfahrungen mit Gott zunächst über lange Zeit mündlich weitererzählten. Erst später wurden diese Erzählungen aufgeschrieben, damit sie bewahrt und an kommende Generationen weitergegeben werden konnten. Das Medium beschreibt die Bibel dabei als Ausdruck der Beziehung und Liebe zwischen Menschen und Gott. Darüber hinaus werden die Bedeutung des Wortes Bibel, die Entstehung der biblischen Texte, das Erste Testament und das Neue Testament sowie verschiedene Bibelübersetzungen thematisiert. Die Folge erklärt außerdem, warum die Bibel trotz ihres hohen Alters für Menschen heute interessant sein kann. Fragen nach Liebe, Angst, Hoffnung, Tod, Gut und Böse beschäftigen Menschen damals wie heute. Die Bibel wird dabei nicht als Buch dargestellt, das auf jede Frage eine einfache Antwort gibt, sondern als Sammlung von Texten, die zum Nachdenken anregen. Abschließend wird auf die sorgfältige Überlieferung der biblischen Texte eingegangen.

Der Podcast „Glauben kommt von Fragen“ eröffnet seine zweite Staffel mit einer grundlegenden Kinderfrage: „Warum gibt es die Bibel?“ Ausgehend von Finns Anfrage wird die Bibel als „Buch der Bücher“ vorgestellt – nicht als ein einzelnes Werk, sondern als Sammlung vieler Schriften, die über einen Zeitraum von mehr als tausend Jahren entstanden sind. Der Beitrag erklärt anschaulich die mündliche Überlieferung, die spätere Verschriftlichung religiöser Erfahrungen und die Bedeutung des Wortes „Bibel“, das sich vom griechischen „biblion“ (Schriftrolle) ableitet. Thematisiert wird zudem die Unterscheidung zwischen Altem (besser: Erstem oder Hebräischem) und Neuem Testament mit Verweis auf die Evangelien nach Markus, Matthäus, Lukas und Johannes. Besonders eindrücklich ist die Erklärung, dass die Bibel aus Erfahrungen von Menschen mit Gott entstanden ist – als „Liebesgeschichte“ zwischen Gott und Mensch. Abschließend wird die Frage nach der Zuverlässigkeit der Überlieferung aufgegriffen, unter anderem durch den Hinweis auf die Funde von Qumran, die die sorgfältige Tradierung der Texte belegen.

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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht zu den Themen Bibel, Entstehung der Bibel, mündliche Überlieferung, Verschriftlichung, Erstes Testament, Neues Testament, Evangelien, Bibelübersetzungen, Gotteserfahrungen und Bedeutung der Bibel für Menschen heute. Die Ausgangsfrage „Warum gibt es die Bibel?“ ist didaktisch besonders geeignet, weil sie über die reine Frage nach dem Aufbau der Bibel hinausführt. Sie ermöglicht eine Auseinandersetzung damit, warum Menschen religiöse Erfahrungen erzählen, aufschreiben, bewahren und an andere Generationen weitergeben.

Vor dem Hören kann zunächst das Vorwissen der Lernenden aktiviert werden. Dazu kann eine Bibel in die Mitte gelegt und die Frage gestellt werden: „Was wisst ihr bereits über dieses Buch?“ Die Antworten können gesammelt werden, ohne sie zunächst zu bewerten. Anschließend kann die Frage von Finn vorgestellt werden: „Warum gibt es die Bibel?“ Die Lernenden formulieren erste Vermutungen. Diese werden nach dem Hören erneut aufgegriffen und überprüft.

Eine zentrale Erkenntnis der Folge besteht darin, dass die Bibel eigentlich eine Sammlung vieler Bücher ist. Dieser Gedanke kann anschaulich vermittelt werden, indem die Bibel mit einer Bibliothek verglichen wird. Die Lernenden können eine geöffnete Bibel untersuchen und verschiedene Bücher suchen. Dabei entdecken sie, dass Bücher wie Genesis, Psalmen, Jesaja, Matthäus, Markus, Lukas oder Johannes innerhalb eines gemeinsamen Buches versammelt sind. Für jüngere Lernende kann eine symbolische Bibelbibliothek gestaltet werden, in der einzelne biblische Bücher als unterschiedliche Buchrücken dargestellt werden.

Ein besonderer methodischer Schwerpunkt bietet sich bei der mündlichen Überlieferung an. Die Lernenden können selbst ausprobieren, wie Geschichten weitererzählt werden. Eine kurze Geschichte wird einer Person mitgeteilt und anschließend innerhalb einer Gruppe weitergegeben. Am Ende wird die ursprüngliche Fassung mit der letzten Version verglichen. Anschließend kann diskutiert werden, warum Menschen irgendwann begannen, wichtige Geschichten aufzuschreiben. Dabei wird unmittelbar erfahrbar, welche Bedeutung Schrift für Erinnerung und Überlieferung besitzt.

Diese Methode sollte allerdings nicht zu der vereinfachten Vorstellung führen, mündliche Überlieferung sei grundsätzlich unzuverlässig. Vielmehr kann erklärt werden, dass Erzählungen in Kulturen ohne die heutige Verfügbarkeit von Büchern und digitalen Medien bewusst gelernt, wiederholt und gemeinschaftlich bewahrt wurden. Die Lernenden können dadurch erkennen, dass mündliches Erzählen eine wichtige kulturelle Form der Weitergabe von Erfahrungen und Wissen darstellt.

Die Aussage des elektrischen Mönchs, die Entstehung der Bibel könne als eine Liebesgeschichte zwischen Menschen und Gott verstanden werden, eignet sich für ein theologisches Gespräch. Die Lernenden können überlegen, was mit dieser Formulierung gemeint sein könnte. Dabei kann herausgearbeitet werden, dass Menschen Erfahrungen als bedeutsam empfanden, diese mit Gott in Verbindung brachten und sie deshalb nicht vergessen wollten. Anschließend kann gefragt werden, welche Erfahrungen Menschen heute unbedingt für kommende Generationen bewahren möchten.

Das Medium ermöglicht außerdem eine grundlegende Einführung in die Unterscheidung zwischen Erstem Testament und Neuem Testament. Die Lernenden können herausarbeiten, dass das Erste Testament wesentlich von der Geschichte der Beziehung zwischen Gott und dem Volk Israel erzählt, während das Neue Testament Jesus Christus und die Anfänge der christlichen Gemeinden in den Mittelpunkt stellt. Besonders wichtig ist der Hinweis des Mediums, dass die Bezeichnung „alt“ nicht bedeuten soll, dieser Teil der Bibel sei überholt oder weniger wertvoll. Im Unterricht kann deshalb auch die Bezeichnung „Erstes Testament“ thematisiert werden.

Hier bietet sich zugleich ein religionssensibler Zugang zum Verhältnis von Judentum und Christentum an. Die Lernenden sollten verstehen, dass ein großer Teil der christlichen Bibel zugleich aus heiligen Schriften des Judentums besteht. Dadurch kann der Eindruck vermieden werden, das Christentum habe eine ältere Religion einfach ersetzt. Für ältere Lernende kann dieser Aspekt vertieft und die Bedeutung der Hebräischen Bibel für das Judentum thematisiert werden.

Ein weiterer Schwerpunkt kann auf der Frage liegen, warum Menschen die Bibel heute noch lesen. Das Medium nennt grundlegende menschliche Erfahrungen wie Liebe, Angst, Hoffnung und Tod sowie Fragen nach Gut und Böse. Die Lernenden können diese Begriffe auf Karten erhalten und überlegen, welche davon sie für zeitlos halten. Anschließend kann diskutiert werden, warum Texte, die vor sehr langer Zeit entstanden sind, dennoch für gegenwärtige Lebensfragen bedeutsam sein können.

Besonders ergiebig ist die Aussage, dass die Bibel nicht ausschließlich fertige Antworten liefert, sondern Denkanstöße gibt. Dieser Gedanke kann als Grundprinzip für die weitere Arbeit mit biblischen Texten verwendet werden. Die Lernenden können erfahren, dass eine biblische Geschichte nicht nur danach befragt werden muss, „was passiert ist“, sondern auch danach, welche Fragen sie aufwirft, welche Erfahrungen sie beschreibt und welche Bedeutung sie heute haben könnte.

Methodisch bietet sich hierzu eine Fragenwand an. Nach dem Hören formuliert jeder Lernende eine Frage, die er oder sie zur Bibel hat. Die Fragen werden gesammelt und nach Themen geordnet. Mögliche Bereiche sind Entstehung / Gott / Jesus / Wunder / Schöpfung / Gebote / Übersetzung / Glauben / Leben und Tod. Diese Fragen können als Ausgangspunkt für eine gesamte Unterrichtsreihe zur Bibel dienen. Damit wird zugleich das Grundprinzip des Podcasts aufgenommen, dass religiöses Lernen von Fragen ausgehen kann.

Auch das Thema Bibelübersetzungen bietet einen lebensnahen Zugang. Die Lernenden können denselben kurzen Bibeltext in zwei oder drei unterschiedlichen Übersetzungen vergleichen. Sie markieren Wörter, die unterschiedlich formuliert wurden, und entscheiden, welche Fassung sie leichter verstehen. Dadurch erkennen sie, warum es verschiedene Bibelübersetzungen gibt und warum die Wahl einer geeigneten Übersetzung für das Verständnis wichtig sein kann.

Für ältere Lernende kann die Frage der Textüberlieferung vertieft werden. Das Medium beschreibt, wie sorgfältig biblische Texte abgeschrieben wurden und verweist auf alte Handschriftenfunde. Dies kann zum Anlass genommen werden, über die Bedingungen der Textüberlieferung vor der Erfindung des Buchdrucks nachzudenken. Die Lernenden können sich vorstellen, einen langen Text vollständig mit der Hand abschreiben zu müssen. Dadurch wird die kulturelle Leistung der Überlieferung alter Texte nachvollziehbar.

Die im Medium genannten historischen Einzelangaben sollten im Unterricht nicht zwingend als Schwerpunkt übernommen werden. Didaktisch ergiebiger ist die grundlegende Erkenntnis, dass biblische Texte über sehr lange Zeiträume entstanden, gesammelt, abgeschrieben, übersetzt und weitergegeben wurden. Damit wird zugleich deutlich, dass die Bibel eine Entstehungsgeschichte besitzt und nicht als fertiges Buch zu einem einzigen Zeitpunkt entstanden ist.

Als kreative Vertiefung können die Lernenden eine eigene „Bibel der wichtigen Erfahrungen“ planen. Sie überlegen, welche Geschichten, Erfahrungen, Fragen und Hoffnungen aus unserer heutigen Zeit für Menschen in 500 oder 1000 Jahren interessant sein könnten. Dabei müssen keine persönlichen Erfahrungen genannt werden. Die Aufgabe macht erfahrbar, warum Menschen etwas aufschreiben und für spätere Generationen bewahren möchten.

Eine weitere produktorientierte Aufgabe besteht darin, einen Steckbrief zur Bibel anzufertigen. Darin können die Lernenden festhalten: Die Bibel ist eine Sammlung von Büchern / ihre Texte entstanden über lange Zeit / viele Menschen waren an ihrer Entstehung beteiligt / Geschichten wurden zunächst mündlich weitergegeben / sie enthält das Erste und das Neue Testament / sie wurde in viele Sprachen übersetzt / sie beschäftigt sich mit Gott und grundlegenden menschlichen Lebensfragen.

Zum Abschluss sollte erneut Finns Ausgangsfrage „Warum gibt es die Bibel?“ aufgegriffen werden. Die Lernenden formulieren nun ihre eigene Antwort. Dabei können unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden. Die Bibel gibt es, weil Menschen ihre Erfahrungen mit Gott bewahren wollten, weil Geschichten nicht verloren gehen sollten, weil Glaubenserfahrungen an kommende Generationen weitergegeben wurden und weil Menschen bis heute in diesen Texten nach Orientierung, Hoffnung und Denkanstößen suchen.


Fragestellungen zum Medium und Antworten

Welche Frage stellt Finn zu Beginn der Folge?

Finn möchte wissen, warum es die Bibel gibt. Diese zunächst einfache Frage führt im Medium zu einer ausführlichen Beschäftigung mit ihrer Entstehung und Bedeutung.


Ist die Bibel nur ein einziges Buch?

Nein. Das Medium erklärt, dass die Bibel eine Sammlung vieler verschiedener Bücher und Schriften ist. Deshalb wird sie auch als „Buch der Bücher“ bezeichnet.


Wer hat die Bibel geschrieben?

Die Bibel wurde nicht von einer einzigen Person geschrieben. Viele unterschiedliche Menschen waren über einen sehr langen Zeitraum an der Entstehung ihrer Texte beteiligt.


Wie wurden biblische Geschichten ursprünglich weitergegeben?

Viele Geschichten wurden zunächst mündlich weitererzählt. Menschen erzählten anderen Menschen von ihren Erfahrungen und diese gaben die Erzählungen wiederum weiter.


Was bedeutet mündliche Überlieferung?

Mündliche Überlieferung bedeutet, dass Geschichten, Erfahrungen und Wissen nicht schriftlich festgehalten, sondern durch Erzählen von Menschen an andere Menschen weitergegeben werden.


Warum wurden die Geschichten irgendwann aufgeschrieben?

Die Menschen wollten verhindern, dass wichtige Geschichten und Glaubenserfahrungen verloren gehen. Durch das Aufschreiben konnten sie bewahrt und an spätere Generationen weitergegeben werden.


Was haben Gotteserfahrungen mit der Entstehung der Bibel zu tun?

Im Medium wird erklärt, dass Menschen Erfahrungen mit Gott gemacht und diese als so bedeutsam empfunden hätten, dass sie davon erzählen wollten. Diese Erfahrungen wurden weitergegeben und später schriftlich festgehalten.


Warum bezeichnet der elektrische Mönch die Bibel als Liebesgeschichte?

Er deutet die Entstehung der Bibel als Ausdruck der Beziehung zwischen Menschen und Gott. Menschen wollten ihre Erfahrungen mit Gott bewahren und mit anderen teilen.


Woher kommt das Wort Bibel?

Im Medium wird das Wort mit dem griechischen Begriff „biblion“ in Verbindung gebracht, der Bücher beziehungsweise Schriftrollen bezeichnet. Außerdem wird ein Zusammenhang mit der antiken Stadt Byblos und dem Handel mit Papyrus erklärt.


Was ist das Erste Testament?

Das Erste Testament erzählt nach der Darstellung des Mediums wesentlich von der Beziehung zwischen Gott und dem Volk Israel. Es bildet den ersten großen Teil der christlichen Bibel.


Warum kann die Bezeichnung Erstes Testament sinnvoll sein?

Sie verhindert den möglichen Eindruck, „alt“ bedeute unwichtig, überholt oder schlechter. Das Erste Testament besitzt eine eigenständige und grundlegende Bedeutung.


Worum geht es im Neuen Testament?

Im Neuen Testament stehen Jesus, seine Botschaft, die Erfahrungen seiner Jünger und die Entwicklung der ersten christlichen Gemeinden im Mittelpunkt.


Was sind die Evangelien?

Die Evangelien erzählen von Jesus, seinem Leben und seiner Botschaft. Im Medium werden Matthäus, Markus, Lukas und Johannes genannt.


Warum ist die Bibel manchmal schwer zu verstehen?

Viele Texte sind sehr alt und stammen aus anderen historischen und kulturellen Zusammenhängen. Außerdem wurde die Bibel vielfach übersetzt. Deshalb benötigt man manchmal Hintergrundwissen und geeignete Übersetzungen.


Muss man die Bibel von der ersten bis zur letzten Seite lesen?

Nein. Das Medium erklärt, dass die Bibel nicht unbedingt wie ein gewöhnlicher Roman gelesen werden muss. Man kann mit einzelnen Büchern oder ausgewählten Texten beginnen.


Warum gibt es unterschiedliche Bibelübersetzungen?

Sprachen verändern sich und Menschen haben unterschiedliche Voraussetzungen. Deshalb gibt es Übersetzungen, die beispielsweise leichter verständlich sind, und andere, die sich stärker für wissenschaftliches Arbeiten eignen.


Warum kann die Bibel trotz ihres Alters heute noch interessant sein?

Das Medium verweist darauf, dass grundlegende Erfahrungen des menschlichen Lebens gleich geblieben sind. Menschen erleben Liebe, Angst, Hoffnung und Tod und beschäftigen sich mit Fragen nach Gut und Böse.


Gibt die Bibel auf jede Frage eine eindeutige Antwort?

Nach der Darstellung des Mediums nicht. Die Bibel gibt häufig Denkanstöße und lädt Menschen dazu ein, selbst über Fragen des Lebens und Glaubens nachzudenken.


Welche Fragen stellt die Bibel über das menschliche Handeln?

Sie beschäftigt sich unter anderem damit, was richtig und falsch, gut und böse ist und wie Menschen miteinander umgehen sollten.


Warum wurden biblische Texte immer wieder abgeschrieben?

Bevor Bücher einfach gedruckt oder digital gespeichert werden konnten, mussten Texte von Hand kopiert werden. Dadurch konnten sie erhalten und an spätere Generationen weitergegeben werden.


Was zeigt die sorgfältige Überlieferung der Bibel?

Sie zeigt, wie wichtig diese Texte für die Menschen waren. Sie wollten die Überlieferungen bewahren und möglichst zuverlässig weitergeben.


Was können Lernende aus der Entstehungsgeschichte der Bibel lernen?

Sie können erkennen, dass die Bibel über einen langen Zeitraum gewachsen ist. Sie enthält Erfahrungen vieler Menschen und Generationen und muss deshalb als vielfältige Sammlung von Texten verstanden werden.


Warum ist die Bibel für Christinnen und Christen wichtig?

Sie enthält grundlegende Erzählungen und Glaubenserfahrungen über Gott, Jesus und den Menschen. Christinnen und Christen finden darin Orientierung, Hoffnung, Fragen und Impulse für ihren Glauben und ihr Leben.


Was wäre eine kurze Antwort auf Finns Frage?

Die Bibel gibt es, weil Menschen ihre Erfahrungen mit Gott und ihre wichtigen Geschichten bewahren und an andere Menschen weitergeben wollten. Aus vielen mündlich erzählten und später aufgeschriebenen Texten entstand über einen langen Zeitraum die Sammlung, die heute Bibel genannt wird.


Für den katholischen Religionsunterricht der Grundschule (Klasse 3–4) bietet dieses Medium einen ausgezeichneten Einstieg in eine Unterrichtsreihe zur Bibel. Methodisch empfiehlt sich der Einsatz als motivierender Hörimpuls mit Leitfragen wie: „Warum wurden Geschichten aufgeschrieben?“ oder „Was macht die Bibel besonders?“ Im Anschluss kann gemeinsam eine „Bibliothek“ im Klassenraum symbolisch aufgebaut werden, um die Vielstimmigkeit der biblischen Bücher sichtbar zu machen. Eine Gruppenarbeit könnte unterschiedliche Textgattungen (Erzählung, Gebet, Gesetzestext, Brief) exemplarisch untersuchen. Wichtig ist die altersgerechte Einführung in die Begriffe „mündliche Überlieferung“ und „Übersetzung“. Ein didaktisch fruchtbarer Zugang ist außerdem die Frage nach existentiellen Themen: Liebe, Angst, Hoffnung, Schuld, Vergebung – hier können Kinder eigene Erfahrungen einbringen und mit biblischen Texten vergleichen. Zur Förderung der Bibelkompetenz kann geübt werden, wie man Bibelstellen findet und welche Übersetzung für Kinder geeignet ist. Auch das Thema „Erstes und Neues Testament“ sollte sensibel behandelt werden, um eine Abwertung des Judentums zu vermeiden. Der Podcast eignet sich besonders zur Förderung theologischer Gesprächskultur: Die Bibel wird nicht als fertiger Antwortkatalog präsentiert, sondern als Denkanstoß und Glaubenszeugnis, das zur eigenen Auseinandersetzung einlädt. So werden narrative Kompetenz, religiöse Sprachfähigkeit und historisches Bewusstsein gleichermaßen gestärkt.

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