Didaktisch eignet sich diese Episode hervorragend für den Religionsunterricht in der Grundschule (Klassen 3–6) im Kontext von Fastenzeit, Ostern und Kirchenraumpädagogik. Als Einstieg bietet sich ein Bildimpuls oder – wenn möglich – der Gang in die Kirche an, um die Osterkerze vor Ort zu betrachten. Alternativ kann eine symbolische Kerze in der Mitte des Klassenraums stehen. Die Leitfrage lautet: „Was bedeutet Licht für uns?“ – Erfahrungen von Dunkelheit, Angst und Hoffnung können gesammelt werden. Anschließend wird die Podcastsequenz in Abschnitten gehört (Stop-and-Go-Methode). Die Schülerinnen und Schüler notieren: 1. Merkmale der Osterkerze, 2. Wann sie entzündet wird, 3. Welche Bedeutung sie hat. In der Sicherungsphase werden die Symbole einzeln erschlossen (Alpha/Omega, Kreuz, Jahreszahl, fünf Nägel). Besonders fruchtbar ist die Symbolarbeit: Licht als Zeichen für Hoffnung, Leben, Auferstehung; Dunkelheit als Bild für Tod und Angst. Hier kann ein theologischer Transfer erfolgen: „Was heißt es, wenn Jesus Licht für mein Leben ist?“ Die Verbindung zur Taufe (Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet) ermöglicht eine sakramentale Vertiefung. Methodisch eignen sich kreative Aufgaben wie das Entwerfen einer eigenen Osterkerze mit Symbolbegründung, ein Standbild zur Szene der Osternacht oder ein kurzer Meditationstext zum Thema „Licht in der Dunkelheit“. Wichtig ist eine sensible Begleitung der Auferstehungsthematik, die sowohl symbolisch als auch existentiell erschlossen wird. Das Medium stärkt liturgische Kompetenz, Symbolverständnis und die Fähigkeit, religiöse Zeichen im Kirchenraum zu deuten.