Didaktisch bietet diese Podcastfolge eine hervorragende Möglichkeit, liturgische Bildung mit theologischer Deutung und ethischer Reflexion zu verknüpfen. Im Unterricht kann ein Gegenstandsimpuls (Bild vom Tabernakel oder vom ewigen Licht) den Einstieg bilden: „Was könnte das sein?“ – „Warum brennt dort immer ein Licht?“ Anschließend wird die Hörsequenz in Abschnitten rezipiert (Stop-and-Go-Methode). Die Schülerinnen und Schüler notieren in Partnerarbeit: 1. Was passiert mit übrig gebliebenen Hostien? 2. Warum ist das so wichtig? 3. Welche Symbole spielen eine Rolle? In einer Sicherungsphase sollte zwischen sachlicher Information (Aufbewahrung, Planung durch Küster/in, Umgang bei Verderb) und theologischer Bedeutung (Realpräsenz, Ehrfurcht, Gegenwart Jesu) unterschieden werden. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit am Symbol „Zelt“: Die Klasse kann mithilfe biblischer Bezüge (Bundeszelt, Wüstenwanderung Israels) erschließen, warum „Tabernakel“ mehr ist als ein Aufbewahrungsschrank. Ebenso kann das ewige Licht als Zeichenhandlung gedeutet werden: Licht als Hoffnung, Treue, Gegenwart. Eine Vertiefung bietet die ethische Perspektive: Der respektvolle Umgang mit Hostien wird als Brücke zum verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln insgesamt thematisiert – ein lebensweltlicher Transfer mit hoher Relevanz. Methodisch eignen sich hier Gruppenarbeiten (Symbolkarten, Wortbedeutungen erschließen), ein kleines Rollenspiel („Ich erkläre einem Besucher das ewige Licht“) oder ein Lernplakat „Was der Tabernakel bedeutet“. Wichtig ist eine sachlich-würdige Sprache, um Sensibilität gegenüber dem Sakrament zu wahren, ohne mystifizierend oder angstmachend zu wirken. Insgesamt unterstützt das Medium eine differenzierte liturgische Kompetenz und stärkt die religiöse Sprachfähigkeit der Kinder.