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Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Bistum Osnabrück | Glauben kommt von fragen

Was passiert mit den Hostien, die überbleiben?

Veröffentlichung:28.1.2025

Das Video ist eine Episode des Kinderwissenspodcasts „Glauben kommt von Fragen“ mit Judith und dem „elektrischen Mönch“. Ausgangspunkt ist die Kinderfrage: Was passiert mit Hostien, die nach dem Gottesdienst übrig bleiben? In verständlicher Sprache wird erklärt, dass konsekrierte Hostien für Katholikinnen und Katholiken das Kostbarste in der Kirche sind, weil sie die Gegenwart Jesu Christi bedeuten. Übrig gebliebene Hostien werden daher im Tabernakel aufbewahrt – einem meist kunstvoll gestalteten, verschlossenen Schrein im Altarraum. Der Begriff wird als „Zelt“ (lat. tabernaculum) gedeutet und mit den biblischen Wurzeln Israels als Wüsten- und Zeltreligion in Verbindung gebracht. Zudem wird erläutert, wie mit schlecht gewordenen Hostien würdevoll umgegangen wird: Sie werden in Wasser aufgelöst und in die Erde gegeben, nicht in den Müll geworfen. Auch das „ewige Licht“ neben dem Tabernakel wird erklärt – als Zeichen der bleibenden Gegenwart Christi – sowie die besondere Situation am Karfreitag, an dem Tabernakel und ewiges Licht leer bzw. gelöscht sind. So verbindet die Episode liturgisches Wissen, Symbolerklärung und ethische Impulse (achtsamer Umgang mit Lebensmitteln).

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Didaktisch bietet diese Podcastfolge eine hervorragende Möglichkeit, liturgische Bildung mit theologischer Deutung und ethischer Reflexion zu verknüpfen. Im Unterricht kann ein Gegenstandsimpuls (Bild vom Tabernakel oder vom ewigen Licht) den Einstieg bilden: „Was könnte das sein?“ – „Warum brennt dort immer ein Licht?“ Anschließend wird die Hörsequenz in Abschnitten rezipiert (Stop-and-Go-Methode). Die Schülerinnen und Schüler notieren in Partnerarbeit: 1. Was passiert mit übrig gebliebenen Hostien? 2. Warum ist das so wichtig? 3. Welche Symbole spielen eine Rolle? In einer Sicherungsphase sollte zwischen sachlicher Information (Aufbewahrung, Planung durch Küster/in, Umgang bei Verderb) und theologischer Bedeutung (Realpräsenz, Ehrfurcht, Gegenwart Jesu) unterschieden werden. Besonders gewinnbringend ist die Arbeit am Symbol „Zelt“: Die Klasse kann mithilfe biblischer Bezüge (Bundeszelt, Wüstenwanderung Israels) erschließen, warum „Tabernakel“ mehr ist als ein Aufbewahrungsschrank. Ebenso kann das ewige Licht als Zeichenhandlung gedeutet werden: Licht als Hoffnung, Treue, Gegenwart. Eine Vertiefung bietet die ethische Perspektive: Der respektvolle Umgang mit Hostien wird als Brücke zum verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln insgesamt thematisiert – ein lebensweltlicher Transfer mit hoher Relevanz. Methodisch eignen sich hier Gruppenarbeiten (Symbolkarten, Wortbedeutungen erschließen), ein kleines Rollenspiel („Ich erkläre einem Besucher das ewige Licht“) oder ein Lernplakat „Was der Tabernakel bedeutet“. Wichtig ist eine sachlich-würdige Sprache, um Sensibilität gegenüber dem Sakrament zu wahren, ohne mystifizierend oder angstmachend zu wirken. Insgesamt unterstützt das Medium eine differenzierte liturgische Kompetenz und stärkt die religiöse Sprachfähigkeit der Kinder.

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