Das Motiv bezieht sich auf Genesis 15,5: Gott führt Abraham hinaus und spricht: „Sieh doch zum Himmel und zähle die Sterne – kannst du sie zählen? So zahlreich werden deine Nachkommen sein.“
Diese Szene ist ein Wendepunkt in der Abrahamserzählung. Abraham ist kinderlos und zweifelt. Die Verheißung scheint unmöglich. Doch Gott antwortet nicht mit einer Erklärung, sondern mit einem Bild – dem Sternenhimmel. Die Sterne werden zum Zeichen der Hoffnung über das Sichtbare hinaus.
Theologisch ist dieser Moment grundlegend: „Abraham glaubte dem Herrn“ (Gen 15,6). Vertrauen entsteht nicht aus Beweisbarkeit, sondern aus Beziehung und Zusage. Die Dunkelheit steht symbolisch für Unsicherheit, die Sterne für Gottes Treue.
Im Neuen Testament wird dieser Vers aufgegriffen (Röm 4; Hebr 11): Abraham wird zum Urbild des Glaubens, weil er auf Gottes Verheißung vertraut, obwohl er das Ergebnis noch nicht sieht.
Das Bild eignet sich besonders für eine Vertiefungsstunde zum Thema Vertrauen und Hoffnung.
Mögliche Leitfragen:
Warum schaut Abraham in den Himmel?
Was sieht er – und was sieht er noch nicht?
Wann fühlt sich etwas „unmöglich“ an?
Was bedeutet es, trotzdem zu vertrauen?
Didaktisch kann das Bild mit Erfahrungen von Kindern verbunden werden: Warten, Hoffen, nicht alles sofort bekommen. Auch eine Verbindung zu den Vertrauensbildern (Hand reichen, Straße überqueren, Fahrradfahren) ist möglich: Man sieht nicht alles im Voraus, aber man geht trotzdem weiter.
Methodisch bieten sich Sternenimpulse an:
Sterne ausschneiden mit Hoffnungsworten
Eigene „Verheißungssätze“ formulieren
Ein Dank- oder Vertrauensgebet schreiben
Den Raum abdunkeln und eine Sternenmeditation gestalten
Das Bild unterstützt die Entwicklung eines Gottesbildes, das Hoffnung schenkt und Zusagen gibt, die über das Sichtbare hinausgehen.