Didaktisch bietet sich das Medium besonders für einen problemorientierten und dialogischen Religionsunterricht an. Methodisch kann es als Impulsmedium eingesetzt werden, um Vorwissen zum Papstamt zu aktivieren und zugleich einen Perspektivwechsel zu ermöglichen: Nicht die historische Faktenvermittlung steht im Vordergrund, sondern die Frage, was Kirche heute braucht und welche Erwartungen junge Menschen an kirchliche Leitung haben. Empfehlenswert ist ein Dreischritt aus Impuls – Reflexion – Transfer. Nach der Rezeption des Mediums können Schüler*innen in Gruppen zentrale Aufgaben eines Papstes herausarbeiten und mit eigenen Hoffnungen oder kritischen Anfragen verbinden. In einer Vertiefungsphase lässt sich das fiktive Pontifikat mit realen kirchlichen Herausforderungen (Glaubwürdigkeit, soziale Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung) konfrontieren. Theologisch eröffnet das Medium die Möglichkeit, das Papstamt als Dienst (diakonia) zu deuten und mit biblischen Leitbildern von Verantwortung, Hirtensorge und Gewissen zu verknüpfen. Gerade im katholischen Religionsunterricht eignet sich dieser Zugang, um kirchliche Ämter nicht abstrakt, sondern existenziell und lebensweltbezogen zu erschließen.