Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den katholischen Religionsunterricht im Kontext interreligiösen Lernens und des Vergleichs von Sakralräumen und religiösen Ämtern. Methodisch bietet sich ein strukturierter Vergleich mit Kirche und Priesteramt an, um Gemeinsamkeiten (z. B. Gebet, Predigt, Gemeinschaft) und Unterschiede (z. B. Amtsverständnis, Raumgestaltung) herauszuarbeiten. Im Sinne von ru-digital kann das Medium durch virtuelle Moscheerundgänge, Bildimpulse zu Mihrab und Minbar oder kurze Videoclips zum Freitagsgebet ergänzt werden. Lernwirksam ist zudem die Arbeit mit Leitfragen wie: „Welche Rolle spielt Religion im Alltag?“ oder „Warum sind Gemeinschaftsorte für Glaubende wichtig?“. Sensibilität und Wertschätzung sind dabei zentral, um Vorurteile abzubauen und religiöse Vielfalt als Bereicherung erfahrbar zu machen. Reflexive Aufgaben, etwa der Vergleich eigener religiöser Erfahrungen mit denen muslimischer Gläubiger, fördern Perspektivwechsel, Dialogfähigkeit und religiöse Urteilskompetenz im katholischen Religionsunterricht.