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Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Religionen Podcast | Deutschlandfunk Kultur

Gott als Frau – gendersensible Sprache hält Einzug in Kirchenlieder

Veröffentlichung:14.1.2026

Der Podcastbeitrag aus der Reihe „Religionen“ greift aktuelle Debatten um Gottesbilder und Sprache auf und zeigt, wie sich theologische Reflexionen über Geschlecht und Gottesrede konkret in der kirchlichen Praxis niederschlagen.

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Der Podcast „Gott als Frau – gendersensible Sprache hält Einzug in Kirchenlieder“ aus der Sendung „Religionen“ von Deutschlandfunk Kultur thematisiert den Wandel religiöser Sprache am Beispiel moderner Kirchenlieder. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass traditionelle Gottesbilder in Liedern, Gebeten und Liturgien fast ausschließlich männlich geprägt sind, obwohl die christliche Theologie seit langem betont, dass Gott weder Mann noch Frau ist. Der Beitrag zeichnet nach, wie in neueren Liedtexten vermehrt weibliche oder geschlechtergerechte Metaphern für Gott verwendet werden, etwa mütterliche Bilder, weibliche Anredeformen oder bewusst offene Sprachformen. Dabei wird deutlich, dass es sich nicht nur um sprachliche Kosmetik handelt, sondern um eine theologisch begründete Auseinandersetzung mit der Frage, wie von Gott angemessen gesprochen werden kann. Der Podcast ordnet diese Entwicklungen historisch ein, verweist auf biblische Bilder von Gott jenseits männlicher Zuschreibungen und macht zugleich die kirchlichen Kontroversen sichtbar, die dieser Wandel auslöst. Befürworterinnen und Befürworter sehen in gendersensibler Sprache eine notwendige Erweiterung und Korrektur einseitiger Traditionen, während Kritiker einen Bruch mit vertrauter Frömmigkeit oder eine Ideologisierung der Liturgie befürchten. Der Beitrag zeigt damit, wie eng Fragen von Sprache, Macht, Identität und Gottesvorstellung miteinander verbunden sind.


Methodisch-didaktisch eignet sich das Medium besonders für die Sekundarstufe II sowie für die kirchliche Erwachsenenbildung, da es ein gegenwartsnahes und zugleich theologisch anspruchsvolles Thema behandelt. Für den Religionsunterricht bietet sich eine hörende Erschließung an, die zunächst zwischen Gottesbild, Gotteserfahrung und Gottesrede unterscheidet und so ein grundlegendes theologisches Reflexionsniveau eröffnet. Didaktisch fruchtbar ist die Arbeit mit konkreten Liedtexten oder Sprachbeispielen, die im Anschluss an den Podcast analysiert und verglichen werden können: Welche Bilder von Gott werden verwendet, welche Menschen fühlen sich dadurch angesprochen oder ausgeschlossen, und welche theologischen Annahmen stehen dahinter? Religionspädagogisch lässt sich der Beitrag eng mit Fragen von Menschenwürde, Geschlechtergerechtigkeit und Sprachsensibilität verbinden, ohne die Lernenden normativ festzulegen. Im Sinne dialogischen Lernens können unterschiedliche Positionen innerhalb der Kirchen nachvollzogen und respektvoll diskutiert werden. Interreligiöse Perspektiven lassen sich einbeziehen, indem auch im Judentum und Islam über geschlechterbezogene Gottesbilder und Sprachformen reflektiert wird. So unterstützt das Medium eine kritische und zugleich wertschätzende Auseinandersetzung mit religiöser Sprache als Ausdruck lebendigen Glaubens in einer pluralen Gesellschaft.

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14.1.2026

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Menschen & Welt ,Kirche

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