Im Religionsunterricht eignet sich dieses Video als Einstieg in eine ethisch-soziale Lernsequenz zu Gerechtigkeit, Menschenwürde sowie solidarischer Verantwortung. Da Kinderarbeit ein globales Phänomen ist, verbindet sich hier weltgesellschaftliche Perspektive mit persönlicher Lebenswelt: Die Lernenden erkennen, dass ihr Konsumverhalten Konsequenzen für andere hat – ein zentraler Zugang für christliche Ethik und Schöpfungsverantwortung.
Methodisch kann die Lehrkraft das Thema mit einem problemorientierten Einstieg beginnen, z. B.: Welche Produkte benutzt ihr täglich, und woher könnten sie stammen? Anschließend eignet sich das Video als gemeinsamer Impuls, um über verdeckte Lebenszusammenhänge nachzudenken. In der Erarbeitungsphase können die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Produktwege recherchieren, fair gehandelte Alternativen identifizieren oder mit Hilfe von Checklisten für nachhaltigen Konsum eigene Konsumentscheidungen reflektieren.
Zur theologischen Vertiefung können biblische Texte und kirchliche Lehrtexte zur Gerechtigkeit (z. B. Jesaja 1,17: „Lernt Gutes tun, sorgt für das Recht …“) und zur Solidarität mit den Armen herangezogen werden. Methoden wie Thesenpapiere, Diskussionsrunden oder Rollenspiele („Ich kaufe/ich handle fair“) fördern die Urteils- und Handlungskompetenz. Die Folge eignet sich besonders für die Sekundarstufe I und II und kann fächerübergreifend mit Ethik, Geographie oder Politik kombiniert werden – z. B. in Projekttagen zur globalen Gerechtigkeit und nachhaltigem Leben.