Für den Religionsunterricht ist das Medium besonders ergiebig, weil es historische, spirituelle, ethische und lebenspraktische Zugänge miteinander verbindet. Lernenden kann daran anschaulich gezeigt werden, dass christlicher Glaube nicht nur in Lehren und Texten besteht, sondern auch in konkreten Lebensformen, Ritualen, Räumen und Haltungen Gestalt gewinnt. Didaktisch bietet sich an, den Film in Unterrichtseinheiten zu Klosterleben, Orden, christlicher Spiritualität, Mittelalter, Schöpfungsverantwortung oder Suche nach Sinn einzusetzen. Zu Beginn kann eine Sammlung von Vorstellungen über Klöster stehen, die durch den Film überprüft, erweitert oder korrigiert wird. Danach empfiehlt sich eine strukturierte Sichtung mit Beobachtungsaufträgen, etwa zu den Themen Gebet und Arbeit, Armut und Besitz, Architektur und Gotteserfahrung, Natur und Landwirtschaft, Maria und Mystik oder Berufung und Gemeinschaft. In arbeitsteiligen Gruppen können einzelne Aspekte vertieft werden, zum Beispiel die Reformidee der Zisterzienser, Bernhard von Clairvaux, die Rolle der Frauenklöster, die Bedeutung der Handarbeit oder die Frage, warum Stille heute für viele Menschen wieder anziehend wirkt. Methodisch sind auch Bildbetrachtungen der Architektur, Vergleiche zwischen benediktinischem und zisterziensischem Leben, Standbilder zu Berufungsgeschichten oder Schreibgespräche über Stille, Verzicht und Einfachheit sinnvoll. Besonders fruchtbar ist die Frage, was Menschen heute an einem Leben fasziniert, das auf Effizienz, Besitz und ständige Beschleunigung verzichtet. Darüber hinaus kann das Medium genutzt werden, um mit Lernenden über Ambivalenzen religiöser Geschichte zu sprechen, etwa über die Verbindung von Glauben und Macht oder über die Spannung zwischen geistlichem Ideal und geschichtlicher Wirklichkeit. Ebenso lassen sich Bezüge zur Gegenwart herstellen, etwa zu Nachhaltigkeit, bewusster