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Vandenhoeck-Ruprecht-Verlage

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Wunder und Gleichnisse im Religionsunterricht

Veröffentlichung:1.1.2019

die Unterrichtssequenz "Wunder und Gleichnisse im Religionsunterricht" mit 26 Seiten führt in die zentrale Botschaft Jesu ein: das nahe Reich Gottes, das in Wundern und Gleichnissen erfahrbar wird. Die Autoren betonen, dass Jesus nicht das Reich Gottes definierte, sondern es sprachlich und symbolisch erschloss – in Bildern, die Angst mindern, Vertrauen fördern und Gottes Zuwendung sichtbar machen. Gleichnisse und Wunder gelten als Sprachereignisse, die auch heute Lernenden neue Zugänge eröffnen können. Ihre Deutung ist jedoch anspruchsvoll, da sowohl kulturelle Voraussetzungen der Antike als auch die vielfältige exegetische Tradition berücksichtigt werden müssen. Das Material konzentriert sich daher auf eine begrenzte Auswahl an Gleichnissen und Wundergeschichten, die sowohl sachgerecht als auch schülernah erschlossen werden.


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Die Einführung weist darauf hin, dass Wunder im Unterricht häufig vor allem als naturwissenschaftliches Problem erscheinen („Sind sie wirklich so passiert?“). Die Autoren schlagen deshalb eine historisch-kritische Perspektive vor, die zwischen vorösterlichen Heilungs- und Exorzismuserzählungen und späteren, von der Ostererfahrung geprägten Natur- und Auferweckungswundern unterscheidet. Wunder werden als Ausdruck des Glaubens an den auferstandenen Christus verstanden und als Geschichten, die Gottes heilende Macht und seine Nähe erfahrbar machen. Für den Unterricht sei es deshalb entscheidend, Wunder und Gleichnisse nicht isoliert zu behandeln, sondern stets auf das Reich-Gottes-Motiv zurückzuführen.

Methodisch versteht Kapitel I die Annäherung an das Thema Wunder als kreativen und zugleich theologisch angemessenen Einstieg. Da in Alltagssprache wie Medien weiterhin vom „Wunder“ gesprochen wird, knüpfen die Materialien an diesem Vorverständnis an. Zunächst wird das alltägliche Wunderverständnis spielerisch aktiviert (z. B. über Sprechblasen oder Beispiele aus Natur, Sportereignissen oder persönlichen Erlebnissen). Anschließend systematisieren die Schülerinnen und Schüler diesen Begriff und entwickeln eigene Definitionen. In den biblischen Wundergeschichten wird auf typische formale Elemente aufmerksam gemacht (z. B. Einleitung, Notlage, Wundertat, Erfolg, Reaktion der Menschen), die am Beispiel der Heilung der Gelähmten anschaulich werden.

Darauf aufbauend zeigen außerbiblische Wundererzählungen aus der Antike, dass Wunderglaube ein verbreitetes kulturelles Phänomen war, sich aber klar von den Wundern Jesu unterscheidet: Während antike Wundertäter häufig sich selbst ins Zentrum stellen oder magische Praktiken verwenden, zielen Jesu Wunder auf Heilung, Gemeinschaft und Glauben. Moderne Wundergeschichten (z. B. pädagogische Wendepunkte, unerklärliche medizinische Heilungen oder Wallfahrten wie Lourdes) vertiefen die Frage nach heutiger Bedeutung und Deutbarkeit von Wundern. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, zwischen Zufall, psychologischen Erklärungen und religiösen Deutungen zu unterscheiden, ohne vorschnelle Antworten zu geben.

Die anschließende Begriffsklärung verdeutlicht, dass das Neue Testament verschiedene Wörter für Wunder verwendet („Machttat“, „Zeichen“, „Werk“) und damit unterschiedliche theologische Akzente setzt. Zu den Grundzügen biblischer Wunder gehören: die Betonung des Glaubens, das Verweisen auf das Reich Gottes, das Verhindern eines sensationellen Wunderglaubens sowie die Rückführung Geheilter in Gemeinschaft.

Insgesamt zeigt das Material, dass Wunder und Gleichnisse – trotz schwieriger Zugänge – fruchtbare Lernanlässe bieten, um die Reich-Gottes-Botschaft Jesu im Horizont heutiger Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen. Ziel ist weniger die Klärung historischer Tatsachen als vielmehr das Verstehen, dass diese Erzählungen Zuspruch und Anspruch an das menschliche Leben formulieren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6G.3 Dem Gott, der befreit, trauen. Aufbruch, Weggeleit, Ankunft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 6

6.3 Von einer besseren Welt erzählen: Das Reich Gottes.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Jesus redet vom Reich Gottes in Bildern

urheberrechtlich geschützt

8.12.2025

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Sequenz

Bibel & Tradition

Suchen, Verarbeiten und Aufbewahren ,Kommunizieren und Kooperieren ,Produzieren und Präsentieren ,Analysieren und Reflektieren

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