Die Unterrichtseinheit ist auf vier Lektionen ausgelegt. In der ersten Stunde werden die Kinder durch ein Gespräch über heutige Taufen an das Thema herangeführt, anschließend hören sie den Bibeltext und arbeiten mit einem Arbeitsblatt, das die Taufe Jesu als Ereignis der Dreifaltigkeit zeigt. Die zweite Stunde nutzt ein Alltagsbeispiel – ein schmutziges Glas –, um die reinigende Symbolik des Wassers zu veranschaulichen. Die Kinder erkennen, dass das Wasser in der Taufe die Vergebung der Sünden sichtbar macht. Zudem wird erläutert, dass Jesus Gottes Sohn ist und wir durch die Taufe zu Kindern Gottes werden. Ein Lied („Vater unser“) und – wenn möglich – ein Kirchenbesuch vertiefen diese Inhalte.
In der dritten Lektion werden die einzelnen Zeichen und Elemente der Tauffeier eingeführt: Taufkerze, Wasser, Chrisamöl, weißes Kleid und Effata-Ritus. Die Kinder üben die Taufformel und besprechen anhand eigener Tauffotos ihre persönlichen Erfahrungen. Die vierte Lektion widmet sich dem Taufversprechen, also dem doppelten „Nein“ zur Sünde und „Ja“ zu Gott. Ein einfaches „Ja/Nein-Spiel“ hilft, diesen Zusammenhang kindgerecht zu verstehen. Optional kann eine kleine Feier mit Erneuerung des Taufversprechens stattfinden.
Das Material enthält außerdem ein kleines Lexikon zum Jordanfluss, mehrere Arbeitsblätter zur Bearbeitung der Themen „Taufe Jesu“, „Kind Gottes“, „Meine Taufe“ und „Taufversprechen“ sowie ein Rätsel und ein Memory-Spiel, das wichtige Symbole der Taufe aufgreift. Der Lehrplanbezug des Kantons Graubünden wird ebenfalls aufgeführt. Insgesamt führt das Material Schritt für Schritt von der biblischen Erzählung über die theologische Bedeutung bis hin zur persönlichen Anwendung auf das eigene Leben der Kinder und macht die Taufe als Sakrament verständlich und erfahrbar.