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Jungschar

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Der Herr ist meine Stärke

Veröffentlichung:1.1.2021

Die Unterrichtseinheit "Der Herr ist meine Stärke" mit 68 Seiten bietet elf ausführliche Bibelarbeitsentwürfe zur Mose-Geschichte aus den Büchern Exodus, Numeri und Deuteronomium. Die Reihe möchte Kindern und Jugendlichen nahebringen, wie das Volk Israel Gott auf seinem Weg erfahren hat, als Begleiter, Befreier, Erzieher und Führer. Immer wieder wird dabei betont, dass das Leben kein zielloses Umherirren ist, sondern ein Weg, auf dem Gott Menschen ruft und leitet. Alle Einheiten sind so konzipiert, dass sie besonders im Kontext von Lagern, Freizeiten und Gruppenstunden eingesetzt werden können.



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Die Materialien erläutern zunächst die Schwierigkeit, die umfangreiche Mose-Geschichte vollständig darzustellen, und beschränken sich bewusst auf „große Linien“. Viel Wert wird darauf gelegt, dass Mitarbeitende eigene Akzente setzen dürfen, solange der Gesamtzusammenhang gewahrt bleibt. Immer wieder wird empfohlen, erzählerische Methoden wie Stockgeschichten, Ich-Perspektiven oder Spielelemente einzusetzen.

Die ersten Einheiten beschreiben Mose als gerettetes Kind, eingebettet in die Unterdrückungsgeschichte Israels in Ägypten. Der Mut der Hebammen und die Rettung des Säuglings Mose werden als Beispiele göttlichen Handelns und menschlicher Zivilcourage gedeutet. Dabei wird hervorgehoben, dass Gottes große Taten meist im Kleinen beginnen. Die anschließende Flucht des erwachsenen Mose nach einem Totschlag wird als Fehlstart beschrieben, der zeigt, wie menschliche Schuld Gottes Berufung nicht verhindern muss: Gott gibt Mose trotz seiner Vergangenheit nicht auf, sondern führt ihn in Midian zur Reifung.

Die Berufung durch den brennenden Dornbusch wird als zentrale Gottesbegegnung dargestellt: Gott hört das Elend seines Volkes, ruft Mose trotz dessen Einwänden in seinen Dienst und rüstet ihn mit Zeichen und einem Bruder als Partner aus. Die folgenden Einheiten behandeln die Auseinandersetzungen mit dem Pharao und die zehn Plagen, die als Ausdruck sowohl göttlichen Gerichts über menschliche Verstockung als auch göttlicher Geduld gedeutet werden. Zugleich wird betont, dass Gottes Verlässlichkeit und Treue die Grundlage der Hoffnung des Volkes sind.

Der Auszug aus Ägypten (Passahfeier, Rettung in letzter Minute, nächtlicher Aufbruch) zeigt Gottes Macht und Fürsorge als Beginn einer neuen Zeitrechnung für Israel. Besonders eindrücklich wird die Rettung am Schilfmeer entfaltet: Israel lernt, dass Gottes Wege Umwege sein können und Glauben Geduld erfordert. Die Wolken- und Feuersäule veranschaulichen Gottes sichtbare Führung. Die Panik vor den heranrückenden Ägyptern und die Teilung des Meeres vermitteln, dass Gott sein Volk auch in ausweglosen Situationen nicht verlässt.

Auf die Rettung folgen in der Wüste Erfahrungen der Knappheit und Prüfung: Wassermangel, Hunger, Murren und Gottes Versorgung durch bitteres Wasser, Wachteln und Manna. Dabei wird das wiederkehrende Muster betont: Not – Klage – Mose – Gott – Lösung. Diese Episoden sollen jungen Menschen zeigen, wie schnell Vertrauen schwindet, wie wichtig Geduld ist und wie leicht Erinnerungen verklärt werden.

Der Bundesschluss am Sinai stellt den Höhepunkt der Reihe dar: Gott ruft sein Volk, begegnet ihm in heiliger Macht und gibt ihm die Zehn Gebote als Leitplanken eines gelingenden Lebens. Die Beschreibung der Gotteserscheinung auf dem Berg, voller Donner, Rauch und Ehrfurcht, soll auch heutige Leser sensibilisieren für Gottes Heiligkeit. Besonders das erste Gebot wird ausführlich ausgelegt: alles, was an die Stelle Gottes tritt, wird zum Götzen – seien es Personen, Besitz, Leistung, Technik oder Abhängigkeiten.

Es folgen die Einheiten über den Abfall Israels (Goldenes Kalb) und die Fürbitte des Mose, der als Mittler und verantwortlicher Leiter dargestellt wird. Seine Entschlossenheit und Gottes Zorn stehen in einem spannungsvollen Wechselspiel, das zeigt: Götzendienst entsteht oft aus Ungeduld, menschlichen Bedürfnissen und schwacher Führung. Die Mosegestalt wird hier in ihren seelsorgerlichen, verantwortlichen und vermittelnden Zügen deutlich.

Die letzten beiden Einheiten thematisieren die Erkundung des Landes Kanaan und das Scheitern an Angst und Unglauben. Sie zeigen, wie destruktiv fehlendes Vertrauen wirken kann. Abschließend wird der Tod des Mose behandelt: Er darf das Land sehen, aber nicht betreten – ein demütiger Blick auf menschliche Grenzen. Gleichzeitig würdigt die Bibel Mose als einzigartigen Führer, durch den Gott große Taten vollbracht hat.

Begleitmaterial wie Rätsel, Karikaturen, Perspektivgeschichten oder Literaturhinweise unterstützen die kreative Umsetzung. Insgesamt lädt das Werk dazu ein, die Mose-Erzählungen existenziell fruchtbar zu machen, als Geschichten von Vertrauen, Befreiung, Führung, Scheitern und Gottes Treue.

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25.11.2025

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