Zunächst werden die wichtigsten Entwicklungsphasen von der Befruchtung bis zur Geburt vorgestellt. Auf dieser Basis analysieren die Schülerinnen und Schüler zwei philosophische Positionen. Reinhard Loew argumentiert, dass menschliches Leben ab der Befruchtung Schutz verdient, da hier der Beginn eines zielgerichteten individuellen Lebens liegt. Peter Singer dagegen unterscheidet zwischen biologischem Menschsein und Personsein und betont Bewusstsein und Empfindungsfaehigkeit als Grundlage von Schutz.
Ergaenzt wird dies durch den rechtlichen Rahmen. Das Embryonenschutzgesetz definiert den Embryo als entwicklungsfaehige befruchtete Eizelle ab dem Zeitpunkt der Verschmelzung der Kerne. Das Bundesverfassungsgericht erkennt dem ungeborenen Leben Menschenwuerde zu, da es sich von Beginn an als Mensch entwickelt und eine unverwechselbare Identitaet besitzt.
Abschliessend werden die SKIP Argumente eingefuehrt. Sie begruenden den Schutz menschlicher Embryonen mit Hilfe des Speziesarguments, des Kontinuitaetsarguments, des Identitaetsarguments und des Potenzialitaetsarguments.
Die Lernenden setzen sich mit den Positionen auseinander und diskutieren Konsequenzen fuer den Umgang mit menschlichen Embryonen.