Im zweiten Abschnitt wird der Begriff Fundamentalismus thematisiert. Häufig werde Religion, insbesondere der Islam, vorschnell als Ursache gesellschaftlicher Spannungen genannt. Dabei entstehe eine Polarisierung zwischen politischen und religiösen Fundamentalisten und jenen, die ihnen mit ähnlicher Radikalität entgegentreten. Dadurch drohten zentrale Werte der Aufklärung wie Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und eine offene Gesprächskultur verloren zu gehen. Die Texte fordern dazu auf, über persönliche Begegnungen mit Fundamentalismus nachzudenken und psychologische Ursachen zu reflektieren, die Menschen in solche Haltungen führen.
Im dritten Abschnitt zitiert Thoma ausführlich Voltaire. Dieser beschreibt Fanatismus als gefährliche „Seuche“, die den Verstand vergiftet und Menschen zu Gewalttätern machen kann. Gegen diesen Zustand helfe nur der „Geist der Philosophie“, der Vernunft und Maß fördere. Weder Gesetze noch Religion könnten den Fanatismus eindämmen, da religiöse Überzeugungen selbst zum Nährboden des Fanatismus werden könnten. Abschließend werden Schülerinnen und Schüler aufgefordert, Merkmale des Fanatismus zu identifizieren und Voltaires Aussage in einer Disputation kritisch zu diskutieren.