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Leben Christi 2 - Bartimäus Markus 10,46-52

Veröffentlichung:1.1.2023

Die Unterrichtsstunde „Bartimäus“ mit sechs Seiten behandelt die biblische Geschichte aus Markus 10,46–52 und Lukas 18,35–43. Im Mittelpunkt steht der blinde Bettler Bartimäus, der durch seinen Glauben von Jesus geheilt wird. Der Leitgedanke lautet: „Jesus hört, wenn wir ihn anrufen.“ Der zugehörige Bibelvers ist Psalm 4,4b: „Der Herr hört, wenn ich zu ihm rufe.“

Das Medium Jesus war ein Mensch führt Lernenden in die zentrale christliche Botschaft ein, dass Jesus als Mensch auf der Erde gelebt hat und das Leben der Menschen aus eigener Erfahrung kannte. Es zeigt, dass Jesus als Kind aufwuchs, lernte, mit seiner Familie lebte, arbeitete und Gefühle wie Freude, Traurigkeit, Hunger, Müdigkeit und Mitgefühl erlebte. Dadurch wird deutlich, dass Jesus den Menschen in ihrem Alltag nahe ist und ihre Sorgen und Hoffnungen versteht. Gleichzeitig vermittelt das Medium die Glaubensaussage, dass Jesus als Sohn Gottes den Menschen Gottes Liebe offenbart und sie zu einem Leben in Vertrauen und Hoffnung einlädt. Die verständliche Darstellung unterstützt Lernende dabei, die Menschlichkeit Jesu zu entdecken und die Verbindung zwischen biblischer Botschaft und eigener Lebenswirklichkeit zu erkennen.

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Das Medium eignet sich besonders für den Einsatz im Religionsunterricht der Grundschule sowie in der kirchlichen Bildungsarbeit. Es kann als Einstieg in eine Unterrichtseinheit über das Leben Jesu, zur Vertiefung der Menschwerdung Jesu oder zur Erarbeitung christologischer Grundgedanken verwendet werden. Ein Unterrichtsgespräch über den Alltag der Lernenden eröffnet einen lebensweltlichen Zugang. Fragen nach Familie, Freundschaft, Schule, Gefühlen und gemeinsamen Erlebnissen schaffen Anknüpfungspunkte, die während der Arbeit mit dem Medium immer wieder aufgegriffen werden können. Anschließend lassen sich die dargestellten Situationen gemeinsam beschreiben und mit biblischen Erzählungen verbinden. Gesprächsimpulse fördern die Auseinandersetzung mit der Frage, weshalb es für den christlichen Glauben wichtig ist, dass Jesus Mensch geworden ist. Kreative Arbeitsformen wie das Gestalten von Bildern, das Schreiben eines Tagebucheintrages aus der Sicht Jesu als Kind, das Erstellen einer Mindmap oder das Nachspielen ausgewählter Szenen ermöglichen eine vertiefende Beschäftigung mit den Inhalten. Ebenso können Lernende Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihrem eigenen Leben und dem Leben Jesu sammeln und reflektieren. Die Arbeit in Partnergruppen oder Kleingruppen stärkt den Austausch über persönliche Erfahrungen und unterstützt die Entwicklung religiöser Sprachfähigkeit. Das Medium bietet darüber hinaus zahlreiche Anlässe, über Vertrauen, Trost, Hoffnung, Gemeinschaft und Gottes Nähe im eigenen Leben nachzudenken. Auf diese Weise verbindet es biblisches Lernen mit der Lebenswelt der Lernenden und fördert sowohl fachliche als auch personale und soziale Kompetenzen.


Die Lektion will den Kindern zeigen, dass Jesus jeden Menschen hört, der sich im Vertrauen an ihn wendet, egal ob laut oder leise. Glaube wird als Vertrauen beschrieben, das sich auch dann bewährt, wenn andere zweifeln oder ablenken.

Inhaltlich verläuft die Geschichte so:

Jesus zieht mit seinen Jüngern und einer grossen Menschenmenge auf dem Weg nach Jerusalem durch Jericho. Am Strassenrand sitzt der blinde Bartimäus, der täglich bettelt, weil er keine andere Möglichkeit zum Überleben hat. Als er hört, dass Jesus vorbeikommt, ruft er laut: „Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Obwohl die Leute ihn zum Schweigen bringen wollen, schreit er weiter – aus tiefem Glauben heraus. Jesus bleibt stehen, lässt ihn rufen und fragt ihn: „Was soll ich für dich tun?“ Bartimäus bittet um sein Augenlicht. Jesus antwortet: „Dein Glaube hat dich gerettet.“ Sofort kann Bartimäus sehen, lobt Gott und folgt Jesus nach. Die körperliche Heilung steht dabei auch symbolisch für eine geistliche Erneuerung: Bartimäus findet nicht nur sein Augenlicht, sondern auch den rettenden Glauben.

Didaktisch ist die Lektion klar strukturiert:

Im Einstieg (z. B. Geräuscheraten) erleben die Kinder, wie wichtig Hören ist – eine Verbindung zur Situation des Blinden.

Im Hauptteil wird die Geschichte kindgerecht erzählt und durch Fragen, Wiederholungen und Anwendungen verinnerlicht („Jesus hört dich, auch wenn du ihn nicht sehen kannst“).

In der Anwendung werden die Kinder eingeladen, selbst im Gebet mit Jesus zu sprechen und Vertrauen zu üben.

Das Rahmenprogramm bietet zahlreiche spielerische und kreative Vertiefungen:

Ein Kerzenquiz verdeutlicht den Gegensatz von Dunkelheit und Licht, Topfschlagen oder das Spiel „Der Herr hört …“ fördern Vertrauen und Aufmerksamkeit, während Bastelarbeiten wie eine Bartimäus-Figur aus einer WC-Rolle, ein Buchzeichen in Blindenschrift oder eine Augen-Fingerpuppe das Thema greifbar machen. Auch Loblieder und Gebete können eingebaut werden, um die Dankbarkeit von Bartimäus nachzuvollziehen.

Insgesamt vermittelt die Lektion Kindern, dass Jesus aufrichtiges Vertrauen belohnt. Wer ihn ruft, wird gehört, so wie Bartimäus, der im Glauben rief, heilte und Gott dankte.

Hessen

Hessen

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Jesus Christus (Hessen | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5G.3 Jesus von Nazareth. Sein Reden und Handeln als Frohe Botschaft.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Primarstufe | Primarstufe 3/4

Jesus Christus (Rheinlandpfalz | Primarstufe 3/4).

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 5

5.2 Prägende Herkunft: Jesus, der Jude.

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