Der Einstieg gelingt durch Angst- und Vertrauensfragen: Jugendliche kennen Ängste in ihrem Alltag und fragen danach, wem sie vertrauen können. Die Psalmen, allen voran Psalm 23, werden als zentrale Texte vorgestellt, die nicht nur idyllische Bilder vom Hirten enthalten, sondern in existenzieller Not Trost, Halt und Hoffnung anbieten.
Der Entwurf schlägt vor, mit Jugendlichen an einem Konfi-Samstag (ca. 6 Stunden) oder in einer Freizeit anhand von Bausteinen und kreativen Methoden das Thema zu bearbeiten. Ziel ist es, Ängste bewusst zu machen, Trostbilder zu entdecken und Vertrauen in Gott als Begleiter auch durch schwierige Situationen einzuüben.
Die Materialsammlung umfasst eine Reihe erprobter Methoden:
Mausefallenpfad als Erlebnisübung zum Thema Angst und Führung
Wettspiel zu Psalm 23 als spielerischer Einstieg
Psalm 23 neu mit eigenen Worten formulieren zur Texterschließung
Angst-Trostwort-Memory als Reflexionsspiel mit Wortpaaren
Weitere kreative Alternativen, wie Schriftgrafik, Lebenskurven, Eigenschaften eines guten Hirten etc.
Ein wichtiger Akzent dabei ist, dass die Autor*innen bewusst vom ausschließlichen Bild des Hirten abweichen und zusätzlich das Bild des Schildes als Symbol für göttlichen Schutz einführen – ein Bild, das Jugendlichen oft aus Spiel- und Medienkontexten vertrauter ist.
Die theologische Grundlegung reflektiert, dass das Bild des Hirten in der biblischen Tradition weit mehr bedeutet als nur fürsorgliche Leitung: Es enthält Elemente von Nähe, Führung, Schutz, aber auch der Forderung und des Anspruchs, dass Menschen sich auf Gott einlassen und ihm vertrauen.
Abgeschlossen wird jede größere Einheit idealerweise mit dem Bekenntnis oder dem Rezitieren von Psalm 23, einem Gebet oder Lied, und gegebenenfalls einer Auslegung in den Gottesdienst eingebunden.
Insgesamt bietet der Ordner eine didaktisch vielseitige Vorlage, mit der Lehrkräfte und Konfi-Teams Jugendliche nicht nur über Angst sprechen, sondern sie zugleich anregen können, in ihren Ängsten den vertrauensvollen Weg zu Gott zu entdecken und zu gehen.