Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht in der Grundschule sowie in den unteren Klassen der Sekundarstufe. Die Erzählung verbindet die Osterbotschaft mit der Sendung der Jünger und zeigt, dass die Beziehung zwischen Jesus und seinen Freunden auch nach der Auferstehung weitergeht. Die Geschichte eröffnet Zugänge zu den Themen Vertrauen, Neuanfang, Vergebung, Nachfolge, Verantwortung und Gemeinschaft.
Vor dem Ansehen des Videos können die Lernenden überlegen, warum die Jünger nach Ostern wieder zum Fischen zurückkehren und welche Gefühle sie nach den Ereignissen in Jerusalem beschäftigt haben könnten. Während des Videos können Beobachtungsaufträge dazu dienen, die Veränderungen der Stimmung wahrzunehmen und darauf zu achten, wie Jesus den Jüngern begegnet und welche Bedeutung seine Worte haben.
Im Unterricht bietet sich ein Gespräch über den wunderbaren Fischfang an. Die Lernenden können überlegen, warum die Jünger Jesus zunächst nicht erkennen und weshalb sie seinem Rat dennoch folgen. Ebenso kann darüber gesprochen werden, welche Bedeutung das gemeinsame Frühstück hat. Es zeigt Gemeinschaft, Fürsorge und die bleibende Nähe Jesu zu seinen Freunden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gespräch zwischen Jesus und Petrus. Die dreifache Frage nach der Liebe erinnert an die dreifache Verleugnung des Petrus vor der Kreuzigung. Dadurch wird deutlich, dass Jesus Petrus vergibt und ihm einen neuen Auftrag anvertraut. Die Lernenden erkennen, dass Fehler nicht das Ende bedeuten müssen, sondern ein Neuanfang möglich ist. Die Aufforderung, für die Schafe zu sorgen, kann als Bild für Verantwortung, Fürsorge und den Dienst an anderen Menschen erschlossen werden.
Methodisch lässt sich das Video mit einer Erzählleiste, einem Bodenbild oder einer Bildfolge bearbeiten. Die Lernenden können Standbilder zu den wichtigsten Szenen gestalten oder in Rollenspielen die Begegnung zwischen Jesus und Petrus nachspielen. Kreative Schreibaufgaben ermöglichen einen Perspektivwechsel, beispielsweise in Form eines Tagebucheintrages aus der Sicht des Petrus oder eines Briefes an einen anderen Jünger. Ebenso bietet sich ein Vergleich mit der Berufung der ersten Jünger an, bei der ebenfalls ein wunderbarer Fischfang erzählt wird. Dadurch erkennen die Lernenden, dass Johannes bewusst den Bogen vom Beginn des Wirkens Jesu bis zum Auftrag nach Ostern spannt. Die Geschichte lädt dazu ein, über Vertrauen, Vergebung, Verantwortung und die eigene Berufung im Alltag nachzudenken.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Wo begegnet Jesus seinen Jüngern?
Jesus begegnet ihnen am See von Genezareth.
Warum gehen die Jünger fischen?
Sie kehren zunächst in ihren gewohnten Alltag zurück und versuchen, Fische zu fangen.
Wie erfolgreich ist die Fischerei in der Nacht?
Die Jünger fangen die ganze Nacht keinen einzigen Fisch.
Warum erkennen die Jünger Jesus zunächst nicht?
Jesus steht am Ufer, doch sie erkennen zunächst nicht, dass er der auferstandene Herr ist.
Was fordert Jesus die Jünger auf zu tun?
Er fordert sie auf, das Netz auf der anderen Seite des Bootes auszuwerfen.
Was geschieht nach dem erneuten Auswerfen des Netzes?
Die Jünger fangen so viele Fische, dass das Netz randvoll ist.
Wer erkennt Jesus zuerst?
Der Jünger, den Jesus besonders lieb hatte, erkennt als Erster, dass es Jesus ist.
Wie reagiert Petrus?
Petrus springt sofort ins Wasser und schwimmt Jesus entgegen.
Was bereitet Jesus für seine Jünger vor?
Er hat Brot und Fisch vorbereitet und lädt sie zu einem gemeinsamen Frühstück ein.
Welche Bedeutung hat das gemeinsame Mahl?
Es zeigt, dass Jesus weiterhin Gemeinschaft mit seinen Jüngern lebt und für sie sorgt.
Warum fragt Jesus Petrus dreimal, ob er ihn liebt?
Die dreifache Frage erinnert an die dreifache Verleugnung des Petrus und macht deutlich, dass Jesus ihm vergibt und ihm neu vertraut.
Was bedeutet der Auftrag „Sorge für meine Schafe“?
Petrus erhält den Auftrag, Verantwortung für die Gemeinschaft der Glaubenden zu übernehmen und sich um die Menschen zu kümmern.
Was bedeutet die Aufforderung „Folge mir nach“?
Jesus lädt Petrus ein, sein Leben weiterhin an ihm auszurichten und seinen Weg mutig fortzusetzen.
Welche Botschaft vermittelt das Ende des Johannesevangeliums?
Das Evangelium macht deutlich, dass Jesus noch viele weitere Zeichen getan hat. Die aufgeschriebenen Berichte sollen dazu führen, dass Menschen an Jesus glauben und aus diesem Glauben leben.
Zielgruppe & Einsatzmöglichkeiten
Geeignet für den katholischen Religionsunterricht der Sekundarstufe I (z. B. Klassen 7–9)
Auch nutzbar in Firmgruppen, Jugendkreisen oder im Kontext von Osterthemen
Einsatz möglich im Präsenzunterricht, hybriden Settings oder digitalem Unterricht
Das Video kann als Impuls, zur Texterschließung, zur Reflexion oder als kreativer Ausgangspunkt dienen
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Das Video vollständig ansehen und zentrale Szenen (z. B. Erscheinung Jesu, Reaktionen, symbolische Bilder) markieren
Den passenden biblischen Text bereithalten (z. B. Johannes 20 oder Ostergeschichten)
Impuls- und Leitfragen, Arbeitsblätter und Varianten für unterschiedliche Lerngruppen vorbereiten
Die technische Ausstattung prüfen: Beamer / Bildschirm, Lautsprecher, gesicherte Verbindung oder Offlineversion
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (ca. 5 Minuten):
Impulsfrage: „Wie reagiere ich, wenn ich etwas Unerwartetes erkenne?“
Erste Assoziationen sammeln: z. B. „Begegnung, Überraschung, Erkennen, Zweifel, Vertrauen“
b) Video zeigen (ca. 5 Minuten):
Die Schülerinnen und Schüler sollen drei Stellen notieren, die sie besonders berühren oder spannend finden – etwa ein Blick, eine Aussage Jesu, ein Bildwechsel
Optional: Video in zwei Abschnitte teilen und dazwischen kurzes Gespräch ermöglichen
c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten):
Partner- oder Kleingruppenarbeit mit Leitfragen:
• Welche Momente sind euch besonders aufgefallen und warum?
• Wie zeigt sich Jesus in dieser Szene – durch Worte, Gestik, Blick oder Handlung?
• Wie reagieren die anderen Beteiligten – verändern sich Einstellungen?
• Welche Bildmotive oder Symbole erkennt ihr (z. B. Licht, Raum, Dynamik, Nähe / Distanz)?
• Welche Bedeutung könnte diese Begegnung heute für euch haben – im Glauben, im Alltag?
Sammeln der Ergebnisse im Plenum
Theologischer Impuls:
• Wie Osterglauben durch Begegnung sichtbar wird
• Erkennen Jesu im Zwiespalt von Zweifel und Glaube
• Relevanz der Auferstehung für das Christsein heute
Lebenswelttransfer:
• Wo erleben Jugendliche heute Momente des Erkennens oder der Bestätigung?
• Welche Impulse kann der auferstandene Christus heute geben?
Kreativer Abschluss:
• Innerer Monolog oder Brief aus Perspektive eines beteiligten Jüngers schreiben
• Gestaltung eines Standbilds / Collage zur Visualisierung eines Schlüsselbildes
Differenzierung & methodische Varianten
Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene nachspielen, unterschiedliche Rollen einnehmen (Jesus, Jünger, Zweifelnder)
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video 2–3 Minuten ruhige Nachdenkphase mit schriftlicher Notiz
Symbolische Objekte: Licht, Stoff, Spiegel, Glas Wasser etc. in den Raum einbringen und Bedeutungen erkunden
Stationenarbeit mit Schwerpunkten:
• Wort & Dialog
• Bild & Symbolik
• Reaktionen & Emotionen
• Übertragung & Impuls für heute
Text-Bild-Vergleich: Den biblischen Text lesen und mit dem Video vergleichen – was wird vertieft, weggelassen oder künstlerisch interpretiert?
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler erstellen eine moderne Szene, in der jemand Jesus erkennt (Text, Bild, Audio)
Reflexion & Evaluation
Sorge dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur das visuelle Erleben wahrnehmen, sondern theologische Bedeutung und existenzielle Fragen entwickeln
Ermutige kritische Rückfragen: Warum wurde das Video so gestaltet? Welche Perspektive ist dominant?
Abschlussrunde: Jede*r nennt einen Impuls, den sie/er mitnimmt
Optional: schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe