Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe, kann aber auch in höheren Klassen der Grundschule eingesetzt werden. Es eröffnet den Lernenden einen verständlichen Zugang zu den Abschiedsreden Jesu und vermittelt zentrale Inhalte des christlichen Glaubens wie Hoffnung, Trost, Vertrauen und die Bedeutung des Heiligen Geistes. Im Unterricht kann zunächst erarbeitet werden, weshalb die Jünger traurig über den bevorstehenden Abschied Jesu sind und weshalb Jesus dennoch sagt, dass sein Weggang gut für sie ist. Die Ankündigung des Heiligen Geistes bietet die Möglichkeit, über Gottes bleibende Gegenwart und seine Begleitung im Leben der Menschen nachzudenken. Die Lernenden können untersuchen, welche Aufgaben der Heilige Geist übernimmt und weshalb er als Helfer und Tröster bezeichnet wird. Das Bild der Geburt eignet sich besonders, um über Hoffnung in schwierigen Lebenssituationen zu sprechen. Gemeinsam kann erarbeitet werden, dass Leid und Trauer nicht das letzte Wort haben, sondern in Gottes Zusage neue Freude und neues Leben möglich werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Gebet. Die Lernenden können darüber nachdenken, welche Bedeutung Vertrauen im Gebet besitzt und weshalb Jesus seine Freunde ermutigt, sich direkt an Gott zu wenden. Ebenso kann die Aussage Jesu über Verfolgung und Frieden aufgegriffen werden. Die Lernenden erkennen, dass der christliche Glaube Mut verlangt, gleichzeitig aber von der Gewissheit getragen wird, dass Jesus stärker ist als Angst, Leid und Ungerechtigkeit. Kreative Methoden wie das Gestalten eines Hoffnungsbildes, das Schreiben eines Briefes aus der Sicht eines Jüngers nach den Worten Jesu oder ein Gespräch über persönliche Erfahrungen mit Trost und Ermutigung fördern eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Bibeltext. Das Medium unterstützt die Lernenden dabei, die Zusagen Jesu als Quelle von Hoffnung, Zuversicht und Vertrauen für das eigene Leben zu entdecken.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Warum bereitet Jesus seine Jünger auf Verfolgung vor?
Jesus möchte, dass seine Jünger wissen, dass der Glaube nicht immer leicht ist. Er stärkt sie, damit sie auch in schwierigen Zeiten an ihm festhalten.
Warum sagt Jesus, dass sein Weggang gut für die Jünger ist?
Er erklärt, dass nach seinem Weggang der Heilige Geist kommen wird. Dieser wird die Jünger begleiten, stärken und ihnen helfen.
Welche Aufgabe hat der Heilige Geist?
Der Heilige Geist führt die Menschen zur Wahrheit, erinnert an die Worte Jesu, schenkt Trost und begleitet die Glaubenden im Alltag.
Warum verstehen die Jünger Jesus zunächst nicht?
Viele Aussagen Jesu über seinen Tod, seine Auferstehung und seine Rückkehr zum Vater sind für sie noch schwer zu begreifen.
Warum verwendet Jesus das Bild einer Geburt?
Er erklärt damit, dass auf eine Zeit der Schmerzen große Freude folgt. So wird auch die Trauer der Jünger durch die Freude über seine Auferstehung überwunden.
Was sagt Jesus über das Gebet?
Jesus ermutigt seine Jünger, sich vertrauensvoll an Gott zu wenden. Gott hört ihre Gebete und liebt alle, die auf Jesus vertrauen.
Warum spricht Jesus vom Frieden?
Er möchte seinen Jüngern inneren Frieden schenken, auch wenn sie in einer schwierigen Welt leben.
Was bedeutet die Aussage Ich habe die Welt überwunden?
Jesus macht deutlich, dass Angst, Leid, Sünde und Tod nicht das letzte Wort haben. Gottes Liebe und Leben sind stärker.
Welche Bedeutung hat Johannes Kapitel 16 für den christlichen Glauben?
Das Kapitel zeigt, dass Gott seine Menschen niemals allein lässt. Der Heilige Geist begleitet sie und Jesus schenkt Hoffnung und Frieden auch in schweren Zeiten.
Welche zentrale Botschaft vermittelt Johannes Kapitel 16?
Jesus ermutigt seine Jünger, ihm trotz aller Schwierigkeiten zu vertrauen. Durch den Heiligen Geist bleiben sie mit Gott verbunden und dürfen darauf vertrauen, dass Trauer in Freude verwandelt wird und Christus die Welt überwunden hat.
Zielgruppe & Einsatzkontexte
Besonders geeignet für die Sekundarstufe I (z. B. Klasse 7–9) im katholischen Religionsunterricht
Auch einsetzbar in Firmgruppen, Jugendzusammenhängen oder in ökumenischen Gruppen
Der Film lässt sich flexibel verwenden: als Impuls, zur Texterschließung, als Reflexionsmedium oder als kreative Ausgangsbasis
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Das Video vollständig und aufmerksam anschauen, dabei Schlüsselstellen, Bildwechsel, symbolische Elemente oder Dialogpassagen markieren
Den zugrundeliegenden Bibeltext (z. B. aus dem Johannesevangelium) bereithalten, idealerweise in der Version, die im Unterricht verwendet wird
Leitfragen, Arbeitsblätter, Differenzierungsangebote und methodische Alternativen vorbereiten
Technisch sicherstellen: Beamer oder großer Bildschirm, gute Tonwiedergabe, stabile Internetverbindung oder Offline-Version
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (ca. 5 Minuten):
Impulsfrage an die Schülerinnen und Schüler: „Wann hat eine Begegnung oder ein Wort euch überrascht?“
Erste Stichworte sammeln (z. B. „Begegnung, Wort, Wirkung, Offenbarung, Veränderung“)
b) Video zeigen (ca. 5 Minuten):
Aufgabe: Während des Videos drei Stellen markieren, die besonders beeindruckend waren – etwa ein Satz Jesu, eine Geste, ein Blick oder eine Bildkomposition
Gegebenenfalls das Video in zwei Abschnitte teilen und nach der ersten Hälfte eine kurze Austauschphase in Partnern oder Kleingruppen ermöglichen
c) Nachbereitung & Reflexion (ca. 15–20 Minuten):
Partner- oder Gruppenarbeit zu Leitfragen wie:
• Welche Momente haben euch besonders berührt oder zum Nachdenken gebracht?
• Wie zeigt sich Jesus in dieser Szene — durch Wort, Geste, Blick, Redeweise?
• Wie reagieren die anderen Beteiligten – wie verändern sich ihre Haltungen?
• Welche Bildmotive oder symbolischen Elemente sind euch aufgefallen (z. B. Licht, Raum, Nähe / Distanz, Blickachsen)?
• Welche Bedeutung hat diese Begegnung für unser heutiges Leben – in Schule, Freundschaft, Gemeinde?
Ergebnisse im Plenum zusammentragen und strukturiert durch die Lehrkraft moderieren
Theologischer Impuls durch die Lehrkraft:
• Die Rolle der Offenbarung in der Evangeliumsbegegnung
• Wie Jesu Worte und Gesten Beziehung ermöglichen
• Bedeutung für das Verständnis von Glauben und Gemeinschaft heute
Transfer in die Lebenswelt:
• Wo erleben Jugendliche heute Begegnungen, die etwas in ihnen bewegen?
• Welche Worte oder Gesten können heute Zeichen sein – von Hoffnung, Trost, Herausforderung?
Kreativer Abschluss:
• Schülerinnen und Schüler verfassen aus Sicht einer beteiligten Person einen inneren Monolog oder Brief
• Gestaltung eines Standbilds / Tableaus oder einer kleinen Collage zu einer Schlüsselszene
Differenzierung & methodische Varianten
Rollenspiel / Perspektivenspiel: Szene nachspielen, verschiedene Rollen (Jesus, andere, Beobachter) übernehmen
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video eine kurze stille Phase (2–3 Minuten), in der jede*r persönliche Notizen macht
Symbolische Objekte: Gegenstände wie Lichtquelle, Spiegel, Stoff, Wasser in den Raum bringen, Schülerinnen und Schüler Assoziationen sammeln lassen
Stationenarbeit mit Schwerpunkten wie:
• Wort & Dialog
• Bild & Symbolik
• Reaktion & Wandel
• Übertragung in die Gegenwart
Text-Bild-Vergleich: Den biblischen Text lesen und mit der Video-Version vergleichen – was wurde betont, weggelassen, künstlerisch interpretiert?
Hausaufgabe / Projekt: Schülerinnen und Schüler entwerfen eine eigene Szene, in der jemand eine Offenbarung erlebt – als Text, Bild oder Audio – und präsentieren dieses Projekt
Reflexion & Evaluation
Sorge dafür, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur das visuelle Erlebnis genießen, sondern theologische Fragestellungen und ethische Impulse herausarbeiten
Ermuntere kritisches Hinterfragen: Warum wurde die Szene so inszeniert? Welche Perspektive wird sichtbar bzw. verdeckt?
Abschlussrunde: Jede*r nennt einen Satz oder Impuls, den sie/er aus dem Video mitnimmt
Optional: schriftliche Reflexion oder Impulsfrage als Hausaufgabe