Zielgruppen & Einsatzmöglichkeiten
Besonders geeignet für die Sekundarstufe I (Klassen 7–9) oder auch Sekundarstufe II als Impuls.
Einsatz im konfessionell gemischten oder katholischen Religionsunterricht – da Themen wie Taufe, Wasser, Jesus-Ich-Worte und Begegnung zentral sind.
Auch brauchbar in Jugendgruppen, Bibelkreisen oder Firmgruppen als Einstieg in das Thema „Wasser & Leben / Begegnung mit Jesus“.
Flexibel nutzbar: Kurzimpuls, Erschließungsmedium, Ausgangspunkt für vertiefende Arbeit oder Hausaufgabe.
Vorbereitung durch die Lehrkraft
Das Video vorab anschauen und Zeitpunkte wichtiger Szenen markieren (z. B. Beginn Gespräch, Offenbarung Jesu, Reaktionen der Frau).
Den biblischen Text (Johannes 4,1–42 oder entsprechende Auszüge) bereithalten, idealerweise in der Einheitsübersetzung oder in der verwendeten Schulbibel.
Impulsfragen und Arbeitsaufträge vorbereiten, evtl. auch visuelle Hilfen (z. B. Fotos von Brunnen, Wasser, Karten von Samaria).
Technisch sicherstellen: Beamer oder Bildschirm, gute Tonqualität, eventuell Kopfhörer oder Raumakustik berücksichtigen.
Methodischer Ablauf
a) Einstieg (5 Minuten):
Kurzer Impuls: „Stell dir vor, du triffst jemand Fremdes an einem Brunnen — was würde dich interessieren?“
Sammeln von Erwartungen oder Assoziationen: Was bedeutet „Brunnen“ biblisch oder im Alltag?
Vielleicht kurze Stichwortsammlung: „Wasser, Durst, Begegnung, Leben“.
b) Video anschauen (ca. 8–10 Minuten):
Den Lernenden die Aufgabe geben, mit einer Hand (z. B. per digitales Tool oder mit Karteikarte) Stellen zu markieren, die sie besonders auffällig finden (Dialoge, Gesten, Bildimpressionen).
Optional: Das Video in zwei Abschnitte teilen – erste Hälfte bis zum Gesprächsbeginn, zweite bis zur Offenbarung Jesu – und dazwischen einen kleinen Austausch ermöglichen.
c) Nachbereitung & Reflexion (15–20 Minuten):
In Kleingruppen / Partnerarbeit:
• Welche Momente haben euch besonders ins Auge gefallen?
• Wie entwickelt sich das Gespräch zwischen Jesus und der Frau?
• Welche Rolle spielen Voreinstellungen (Samariterin, Geschlecht, Religion) in der Begegnung?
• Wie verstehst du Jesu Aussage vom „lebendigen Wasser“?
• Welche Veränderungen durchlaufen die Person (z. B. Neugier, Glaube, Zeugenschaft)?
Plenum: Ergebnisse zusammentragen
Theologischer Impuls durch die Lehrkraft: z. B. zur Bedeutung von Wasser und Leben in der Bibel, zur Öffnung Jesu über Grenzen hinweg, zur Rolle der Frau als Zeugin
Transfer zur Lebenswelt:
• Wo erleben wir heute Situationen, in denen Menschen „Durst“ haben nach Sinn, Anerkennung, Tiefe?
• Welche Angebote des Lebens („lebendiges Wasser“) gibt es heute – in Gemeinde, Freundschaft, Engagement?
Kreative Abschlussmethode:
• Lernende schreiben einen Kurzdialog, in dem Jesus jemandem heute begegnet und von „lebendigem Wasser“ spricht (z. B. in der Schule, auf dem Schulhof)
• Bildhaftes Arbeiten: Ein Brunnenbild gestalten und Wörter rund um Begegnung und Leben eintragen
Differenzierung & methodische Varianten
Rollenspiel: Eine Szene nachspielen – mit Perspektivwechsel (Jesus, Frau, Umstehende).
Stille Reflexion / Journaling: Nach dem Video 2–3 Minuten stilles Nachdenken — Gedanken schriftlich festhalten.
Symbolarbeit: Reales Wasser in den Raum bringen, ein Gefäß Wasser, einen Brunnen als Modell – Schülerinnen und Schüler reflektieren, was das für sie bedeutet.
Stationenlernen: Verschiedene Stationen:
• Station „Wasser & Symbolik“
• Station „Vorurteile & Grenzen überwinden“
• Station „Heute & Transfer“
• Station „Bibeltext & Vergleich“
Text-Bild-Vergleich: Den Originaltext lesen und mit dem Video vergleichen – wo wurden Ergänzungen gemacht, wo wurden Bildmotive gesetzt?
Hausaufgabe / Erweiterung: Schülerinnen und Schüler beobachten oder befragen Menschen: „Was wäre für dich ‚lebendiges Wasser‘?“ und berichten im nächsten Unterricht.
Reflexion & Bewertung
Achte darauf, dass Schülerinnen und Schüler nicht nur das Video konsumieren, sondern tiefer über Bedeutung und Relevanz ins Gespräch kommen.
Ermögliche auch kritische Nachfragen: Warum spricht Jesus mit einer Samariterin? Warum an einem Brunnen?
Am Ende eine kurze Reflexion (z. B. „Was habe ich mitgenommen?“) als Rückmeldung einholen.
Gegebenenfalls schriftliche Aufgabe: Ein kurzer Text oder Gedankenimpuls zum Thema „Begegnung mit Jesus heute“.