Didaktisch lässt sich der Kölner Dom in mehrfacher Hinsicht fruchtbar machen: Er steht für christliche Architektur, mittelalterliche Frömmigkeit und Reliquienverehrung, zugleich für politische Machtentfaltung des Erzbistums Köln. Schülerinnen und Schüler können anhand der Baugeschichte nachvollziehen, wie religiöse, kulturelle und politische Interessen ineinandergreifen. Methodisch bieten sich Zugänge über Bilder (Reliquienschrein, Gero-Kreuz, gotische Westfassade) an. Eine Kartenarbeit könnte den Dom als Wallfahrtsziel in den europäischen Kontext stellen. Im Unterricht lassen sich außerdem Diskussionen anregen, z. B.: „Warum baut man über 600 Jahre an einem Dom?“ oder „Welche Bedeutung haben Reliquien für den Glauben?“ Kreative Methoden wären etwa das Gestalten eines „Reiseführer-Flyers“ für den Kölner Dom, ein Vergleich mit anderen Weltkulturerbestätten oder eine Reflexion über den Dom als Symbol für Beständigkeit und Wandel. So verbindet das Medium kunsthistorisches Wissen, Glaubensgeschichte und die Frage nach religiöser Symbolkraft in Vergangenheit und Gegenwart.