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Clauß Peter SajakWiReLex | Deutsche Bibel Gesellschaft

Clauß Peter Sajak,

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Weihnachtskrippe

Veröffentlichung:1.5.2026

Die Weihnachtskrippe ist eine figürlich-räumliche Darstellung der Geburtsszene Jesu, die seit Jahrhunderten ein wesentliches Element des katholischen Brauchtums ist und seit dem 20. Jahrhundert auch in evangelischen Kirchen Verbreitung gefunden hat. Sie besteht typischerweise aus der Heiligen Familie, Hirten mit Tieren und den Heiligen Drei Königen in einem inszeniert wirkenden Stallszenario. Obwohl viele traditionelle Elemente der Krippe nicht unmittelbar in den biblischen Texten verankert sind, sondern im Mittelalter hinzugefügt wurden, verkörpert sie zentral die christliche Verehrung der Menschwerdung Gottes. Der Artikel beleuchtet sowohl die biblischen Grundlagen als auch die kulturhistorische Entwicklung der Krippe vom Reliquienkult in Bethlehem über die theatralen Inszenierungen des Hochmittelalters bis zur neuzeitlichen häuslichen und kirchlichen Praxis.

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Die Weihnachtskrippe ist eine szenisch-figürliche Darstellung der Geburtsszene Jesu, die in der katholischen Tradition seit Jahrhunderten etabliert ist und seit dem 20. Jahrhundert auch in evangelischen Kirchen verbreitet ist. Ihre biblischen Wurzeln liegen in den Geburtserzählungen des Lukas- und Matthäus-Evangeliums, wobei traditionelle Krippendarstellungen erheblich über den biblischen Textbestand hinausgehen. Die Krippe besteht in der Regel aus der Heiligen Familie (Maria, Josef, Jesuskind), Hirten mit Schafen, Ochs und Esel sowie den Heiligen Drei Königen, die verschiedene Kontinente repräsentieren. Während Windeln und die Futterkrippe biblisch bezeugt sind, basieren die Darstellung des Stalles, der Tiere und die antijudaistischen Symboldeutungen auf mittelalterlichen Ergänzungen und theologischen Interpretationen. Die Ursprünge des Krippenkultes reichen bis in die frühe Väterzeit zurück, als die angebliche Geburtshöhle und der Felstrog in Bethlehem Ziele von Pilgerschaft waren. Eine entscheidende Entwicklung erfolgte durch Franz von Assisi im Jahr 1223, der in Greccio ein lebendiges Krippenspiel inszenierte und damit der Krippe eine neue, auf Vergegenwärtigung ausgerichtete Funktion gab. Ab dem 16. Jahrhundert verbreiteten sich figürliche Krippen in südeuropäischen Ländern, während sie in Deutschland erst ab dem 18./19. Jahrhundert häufiger wurden. In der katholischen Liturgie kommt der Krippe eine zentrale Rolle zu, besonders bei der feierlichen Krippenlegung in der Christmette, bei der der Zelebrant die Jesuskind-Figur prozessional in die Kirche trägt. Die Krippe dient der Meditation und lebendigen Teilhabe an der Heilsgeschichte und wird von Gläubigen während des gesamten Weihnachtsfestkreises besucht, verehrt und mit Kerzenopfern verbunden. Der Artikel thematisiert auch gegenwärtige Debatten um rassistische Stereotype in traditionellen Krippendarstellungen, insbesondere bezüglich der Darstellung des sogenannten Schwarzen Königs. Die Praxis zeigt, dass die Krippe bis heute in vielfältigen regionalen und konfessionellen Variationen gepflegt wird und als zentrales Medium der christlichen Weihnachtsfrömmigkeit bedeutsam bleibt.

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