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Frank Lüdke

Frank Lüdke

Die Anfänge des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbands

KG 156

Veröffentlichung:27.11.2020

Das Video beschreibt die Entstehung des Deutschen Gemeinschafts Diakonieverbandes am Ende des neunzehnten Jahrhunderts und ordnet seine Entwicklung in die Geschichte der Gemeinschaftsbewegung und der evangelischen Diakonie ein. Im Mittelpunkt stehen die Persönlichkeiten Theophil Krawielitzki und Karl Ferdinand Blasius sowie die geistlichen und gesellschaftlichen Voraussetzungen, aus denen das Werk hervorging. Das Video erläutert die Bedeutung der Heiligungsbewegung in Westpreußen, die Spannungen zwischen Landeskirche und Methodismus sowie den Wunsch nach einer eigenen Diakonissengemeinschaft, die von der Frömmigkeit der Gemeinschaftsbewegung geprägt war. Dargestellt werden die Gründung des ersten Mutterhauses im Jahr 1899, der Aufbau weiterer Mutterhäuser und Brüderhäuser, die Entwicklung des Werkes in Marburg und anderen Orten sowie die rasche Ausbreitung des Verbandes bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig wird deutlich, dass die leitende Idee des Verbandes nicht in erster Linie der Aufbau großer sozialer Einrichtungen war, sondern die Verbindung von Diakonie, Evangelisation und Heiligung. Abschließend werden die Auswirkungen der beiden Weltkriege auf das Werk sowie die Verlagerung der Mutterhäuser und die weitere Entwicklung des Verbandes dargestellt.

Das Video „KG 156: Die Anfänge des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbands“ stellt die Entstehung und Entwicklung des 1899 gegründeten Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbands (DGD) dar. Es thematisiert die Wurzeln im Pietismus und in der Gemeinschaftsbewegung, die Betonung persönlicher Frömmigkeit und Diakonie, sowie die Gründung von Ausbildungsstätten und Krankenhäusern. Dabei wird deutlich, wie sich aus geistlichen Impulsen ein weit verzweigtes Werk entwickelte, das bis heute prägend in Kirche und Gesellschaft wirkt.



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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der gymnasialen Oberstufe sowie für berufliche Schulen in den Themenbereichen Kirchengeschichte, Diakonie, Gemeinschaftsbewegung, Erweckungsbewegung und evangelische Frömmigkeitsgeschichte. Die Lernenden erhalten einen vertieften Einblick in die Entstehung eines bedeutenden diakonischen Werkes innerhalb der evangelischen Kirche und erkennen die enge Verbindung zwischen theologischen Überzeugungen, geistlicher Erneuerung und gesellschaftlichem Engagement. Das Video ermöglicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit der Heiligungsbewegung und ihrer Wirkung innerhalb der Landeskirchen sowie mit der Frage, wie kirchliche Erneuerungsbewegungen neue Arbeitsformen entwickeln. Besonders geeignet ist das Medium zur Analyse historischer Quellen, da zahlreiche Zitate aus Briefen, Berichten und kirchlichen Dokumenten vorgestellt werden. Ebenso eröffnet das Video Möglichkeiten zur Diskussion über Berufung, geistliche Gemeinschaft, Diakonie, Evangelisation und das Selbstverständnis christlicher Werke. Die Lernenden können historische Entwicklungen beurteilen und deren Bedeutung für heutige diakonische Einrichtungen reflektieren. Darüber hinaus eignet sich das Medium hervorragend für den Vergleich mit der Inneren Mission Johann Hinrich Wicherns sowie mit der Diakonissenarbeit Theodor Fliedners. Die Verbindung von persönlicher Biografie, theologischer Entwicklung und institutioneller Geschichte fördert historisches Denken, Urteilskompetenz und die Fähigkeit, kirchliche Entwicklungen im gesellschaftlichen Zusammenhang zu verstehen.

Didaktisch bietet das Video eine wertvolle Grundlage, um die Themenfelder „Diakonie“, „Frömmigkeitsgeschichte“ und „Entwicklung von Glaubensgemeinschaften“ im Religionsunterricht zu vertiefen. Lehrkräfte können mit dem Video historische Bezüge herstellen und die Verbindung von persönlichem Glauben und sozialem Engagement aufzeigen. Methodisch empfiehlt sich zunächst eine gezielte Sichtung mit Arbeitsaufträgen, etwa durch ein Beobachtungsraster zu Leitmotiven (Frömmigkeit, Gemeinschaft, Dienst). Anschließend können Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen historische Entwicklungen mit heutigen Formen von Diakonie vergleichen. Eine Diskussionsphase zu Chancen und Gefahren von Gemeinschaftsbewegungen (z. B. Abgrenzung, Identitätsbildung, soziales Engagement) eröffnet die Möglichkeit, kritisch und konstruktiv in den Dialog zu treten. Zudem kann die Verbindung von theologischen Impulsen und gesellschaftlichem Handeln reflektiert werden, indem die Lernenden eigene Beispiele aus Kirche oder Caritas recherchieren und präsentieren.


Fragestellungen zum Video mit Antworten


Wer gründete den Deutschen Gemeinschafts Diakonieverband?

Der Verband entstand unter der geistlichen Leitung von Theophil Krawielitzki und Karl Ferdinand Blasius, die von der Gemeinschafts und Heiligungsbewegung geprägt waren.


Warum wurde ein eigenes Diakonissenmutterhaus gegründet?

Viele junge Frauen aus der Gemeinschaftsbewegung fanden in bestehenden Mutterhäusern ihre geistliche Prägung nicht wieder. Deshalb entstand ein eigenes Mutterhaus für Schwestern aus der Gemeinschaftsbewegung.


Welche Bedeutung hatte die Heiligungsbewegung für die Gründung des Werkes?

Die Heiligungsbewegung betonte ein bewusstes Leben im Glauben, persönliche Bekehrung und Nachfolge Jesu. Diese geistliche Ausrichtung prägte das Selbstverständnis des gesamten Werkes.


Was meinte Theophil Krawielitzki mit dem Satz Die Hauptsache ist dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt?

Er wollte deutlich machen, dass Evangelisation, Seelenrettung und geistliche Erneuerung stets Vorrang vor allen organisatorischen und sozialen Aufgaben behalten sollten.


Welche Aufgaben hatten die ersten Diakonissen des Verbandes?

Sie arbeiteten in diakonischen Berufen, engagierten sich in der Pflege, Kinderarbeit, Gemeindearbeit und Evangelisation und unterstützten den Aufbau landeskirchlicher Gemeinschaften.


Welche Rolle spielte Marburg für die Entwicklung des Verbandes?

Marburg entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum mit dem Mutterhaus Hebron und dem Brüderhaus Tabor und wurde später einer der bedeutendsten Standorte des Werkes.


Welche Auswirkungen hatten die Weltkriege auf den Verband?

Die Weltkriege führten zu Vertreibungen, Standortwechseln und zur Neugründung mehrerer Mutterhäuser in Westdeutschland, wodurch sich die Struktur des Werkes nachhaltig veränderte.


Warum wird der Begriff Diakonische Evangelisation verwendet?

Weil die diakonische Arbeit als Ausdruck des christlichen Glaubens verstanden wurde und gleichzeitig der Verkündigung des Evangeliums dienen sollte.


Welche Bedeutung hatte die Gemeinschaftsbewegung für die Ausbreitung des Werkes?

Durch die Arbeit der Diakonissen entstanden vielerorts neue Gemeinschaften und Gemeinschaftsverbände, die das Werk in ganz Deutschland verbreiteten.


Welche Kompetenzen können Lernende durch die Arbeit mit dem Video erwerben?

Die Lernenden erläutern die Entstehung des Deutschen Gemeinschafts Diakonieverbandes, beschreiben die Bedeutung der Heiligungsbewegung, analysieren historische Entwicklungen innerhalb der evangelischen Kirche, beurteilen das Verhältnis von Diakonie und Evangelisation und reflektieren die Bedeutung kirchlicher Erneuerungsbewegungen für Gegenwart und Zukunft.

Rheinland-Pfalz

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Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 6. Diakonie als christliches Zeichen für die Zukunft.

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