Didaktisch bietet das Video vielfältige Einsatzmöglichkeiten im katholischen Religionsunterricht der Oberstufe, aber auch in höheren Klassen der Sekundarstufe I. Das Video eignet sich besonders, um den Zusammenhang von Industrialisierung, sozialer Frage und kirchlichem Engagement anschaulich zu machen. Lehrkräfte können es als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zur „Diakonie“ oder „Sozialethik“ verwenden, um die historische Dimension von Kirche in der Gesellschaft zu verdeutlichen. Methodisch empfiehlt es sich, die Schülerinnen und Schüler zunächst gezielt Beobachtungsaufträge zu erhalten: z. B. „Welche Probleme der Zeit benennt Wichern?“ oder „Welche Lösungsansätze entwickelt die Innere Mission?“. Anschließend können die Ergebnisse in Kleingruppen verglichen und in einen größeren Zusammenhang eingeordnet werden, etwa im Blick auf die heutige Caritas und Fragen sozialer Gerechtigkeit. Ein Vergleich zwischen den damaligen Herausforderungen und aktuellen Krisen (Armut, Migration, Wohnungslosigkeit) eröffnet zusätzlich die Möglichkeit, die Relevanz kirchlichen Engagements kritisch zu diskutieren. Zur Vertiefung bietet sich ein Arbeitsauftrag an, in dem die Schüler*innen ein Plakat oder eine digitale Präsentation erstellen, die zentrale Elemente der Inneren Mission darstellen und diese mit heutigen Initiativen in Beziehung setzen.