Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium vielfältige didaktische Zugänge: Es eignet sich besonders für die historische und theologische Kontextualisierung protestantischer Frömmigkeitstraditionen, die im Vergleich zur katholischen Kirche kritisch und dialogisch betrachtet werden können. Methodisch bietet sich eine arbeitsteilige Gruppenarbeit an, in der Schüler:innen Schwerpunkte wie „Bekehrung und persönliche Frömmigkeit“, „soziale Reformen“ oder „Mission und Globalisierung“ erschließen und anschließend präsentieren. Ebenso kann das Video als Impuls für eine Diskussion über die Aktualität erwecklicher Frömmigkeit (z. B. im Vergleich zu charismatischen Bewegungen heute) genutzt werden. Denkbar ist auch eine kreative Auseinandersetzung, etwa durch die Gestaltung fiktiver Tagebuchauszüge von Menschen, die an einer Erweckungsversammlung teilgenommen haben. Das Medium eignet sich für Oberstufenkurse (Q11/Q12) im Rahmen kirchengeschichtlicher Themenfelder und fördert historisches, theologisches und interkonfessionelles Lernen.