Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Didaktisch eignet es sich besonders, um das Thema Konfessionen, Ökumene und Glaubensvielfalt anschaulich zu vertiefen. Methodisch empfiehlt sich ein gestuftes Vorgehen: Zunächst kann das Video als Impuls dienen, um die Person Wesleys und die Entstehung des Methodismus kennenzulernen. Anschließend lassen sich Arbeitsaufträge anknüpfen, etwa eine Analyse zentraler Merkmale der methodistischen Bewegung (z. B. „methodische Frömmigkeit“, „soziale Reformen“) oder ein Vergleich mit katholischer Spiritualität und Soziallehre. Auch kreative Methoden bieten sich an, etwa ein fiktiver Dialog zwischen John Wesley und einem katholischen Reformtheologen des 18. Jahrhunderts, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar zu machen. In höheren Klassenstufen kann das Medium zudem für ökumenische Fragestellungen herangezogen werden: Welche Chancen ergeben sich aus der Vielfalt der christlichen Konfessionen? Wo liegen bleibende Herausforderungen? Durch die Verbindung von Lebensgeschichte, theologischen Grundideen und praktischen Konsequenzen fördert das Video die Kompetenz, Glauben in seiner historischen und konfessionellen Gestalt zu reflektieren und kritisch auf heutige Kontexte zu beziehen.