Didaktisch eignet sich das Video besonders für die Sekundarstufe I und II, wenn es darum geht, Geschichtsbewusstsein im Religionsunterricht zu fördern und die Einbettung der Kirche in historische Entwicklungen sichtbar zu machen. Das Medium kann als Impulsfilm zu Beginn einer Unterrichtsreihe dienen, um Schüler:innen mit einer Vielzahl an Schlaglichtern in die Epoche einzuführen. Methodisch bietet es sich an, das Video zunächst ohne Unterbrechung zu zeigen, um einen Überblick zu geben, und anschließend zentrale Aspekte arbeitsteilig von Kleingruppen bearbeiten zu lassen (z. B. Reformation, Naturwissenschaft, Humanismus, Kolonialisierung). Durch Arbeitsaufträge können die Schüler:innen erarbeiten, welche Chancen und Krisen für den Glauben aus diesen Entwicklungen erwuchsen, und wie sich die Kirche jeweils positionierte. Besonders ergiebig ist es, mit den Schüler:innen über die Frage zu reflektieren, ob die Neuzeit tatsächlich „neu“ ist oder ob auch Kontinuitäten bestehen. Methodisch-didaktisch lassen sich dabei verschiedene Sozialformen kombinieren: Partnerarbeit zum Erstellen von Schaubildern, Gruppenarbeit mit Thesenpapieren oder eine Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Neuzeit für die Gegenwart.