Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den katholischen Religionsunterricht in der Oberstufe oder in der Mittelstufe im Rahmen von Projekten zur Kirchengeschichte und Ethik. Das Video macht sichtbar, wie eng religiöse und politische Motive miteinander verwoben waren und welche Konsequenzen dies für die Menschen hatte. Methodisch bietet es sich an, das Video als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zu nutzen, um zunächst einen Überblick zu schaffen. In Kleingruppen können die Schüler:innen anschließend einzelne Aspekte (z. B. Prager Fenstersturz, Rolle der Jesuiten, Leiden der Zivilbevölkerung, Westfälischer Friede) vertiefen und in kurzen Präsentationen aufbereiten. Ebenso kann das Medium in einer Diskussion über religiöse Konflikte damals und heute eingesetzt werden. Durch Vergleich mit aktuellen Konflikten, in denen Religion eine Rolle spielt, wird deutlich, dass sich historische Fragen nach Macht, Glaube und Toleranz auch heute noch stellen. Eine kreative Methode wäre zudem, Schüler:innen aus der Perspektive unterschiedlicher Zeitzeugen Tagebucheinträge oder Reden verfassen zu lassen, um die Betroffenheitsebene stärker einzubeziehen.