Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische Zugänge. Es eignet sich besonders zur Einführung in die reformierte Tradition und zum Vergleich mit Martin Luther, wodurch konfessionelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten sichtbar werden. Methodisch kann das Medium in einer 9. oder 10. Jahrgangsstufe eingesetzt werden, um die Vielfalt reformatorischer Bewegungen zu erschließen. Ein möglicher Unterrichtsverlauf: Zunächst sehen die Schülerinnen und Schüler das Medium in voller Länge und notieren zentrale Schlagworte. Anschließend arbeiten sie in Gruppen zu den Themen Calvins Lebensweg, seine Theologie, Kirchenordnung und Sozialethik sowie Wirkungsgeschichte. Die Ergebnisse können in einem Galeriegang präsentiert und im Plenum verglichen werden. Besonders lohnend ist ein abschließender Transfer: Welche Aspekte von Calvins Theologie (z. B. Arbeitsethik, Gottesbild, Gemeindeverständnis) sind für heutige Glaubens- und Lebensfragen relevant? Auch eine kontroverse Diskussion zur Prädestinationslehre regt kritisches Nachdenken und Urteilsbildung an.