Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Medium eine wertvolle Möglichkeit, zentrale Fragen von Macht, Gewissen, Glaube und politischer Ordnung in historischer Perspektive zu erarbeiten. Methodisch lässt es sich gut in Sequenzen zur Reformationszeit oder zur Frage nach religiöser Pluralität einbetten. Denkbar ist, den Film zunächst ohne Unterbrechung zu zeigen, um einen Gesamteindruck der komplexen Gemengelage zu vermitteln. In einer zweiten Phase können ausgewählte Szenen (z. B. die Rolle Karls V., die Niederlage der Schmalkaldener, die Verhandlungen zum Religionsfrieden) gezielt analysiert werden, etwa mit Arbeitsaufträgen zur Deutung von Motiven, Machtinteressen und theologischen Begründungen. Ein produktiver Zugang ergibt sich, wenn Schülerinnen und Schüler den Augsburger Religionsfrieden in Bezug zur heutigen Frage nach Religionsfreiheit und Toleranz stellen. Auch Rollenspiele oder Debatten über die damaligen Optionen (Unterordnung, Kompromiss, Gewalt) können das historische Lernen mit einer ethisch-religiösen Dimension verbinden.