Für den Religionsunterricht eröffnet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte. Methodisch eignet es sich besonders als Impulsfilm, um historische und aktuelle Erfahrungen von Krisen zu vergleichen. Schülerinnen und Schüler können sich durch den Perspektivwechsel in das Denken und Fühlen der damaligen Zeit hineinversetzen und gleichzeitig ihre eigenen Erfahrungen mit Corona reflektieren. Didaktisch bietet sich eine Bearbeitung in drei Schritten an: (1) Einstieg über die eindrücklichen Bilder und Schilderungen der Pestzeit, um historische Fremdheit zu spüren; (2) Vergleich mit Erfahrungen aus der Corona-Pandemie, um Nähe herzustellen und Parallelen zu erkennen; (3) theologische und ethische Deutung, z. B. die Frage nach Gottes Rolle in Zeiten von Krankheit oder die Verantwortung des Menschen im Umgang mit Leid und Ansteckung. Das Video kann in Gruppenarbeit ausgewertet werden, z. B. mit Arbeitsaufträgen zu den Themen Schuld, Solidarität, kirchliche Deutungen oder gesellschaftliche Veränderungen. Eine Vertiefung ist möglich über Quellenarbeit (z. B. Predigten aus der Pestzeit) oder die Diskussion aktueller Debatten zu Pandemie und Religion.