Didaktisch bietet sich das Video besonders für die Mittel- und Oberstufe an, da es einen klaren Überblick über Ursachen, Strukturen und Auswirkungen der Inquisition gibt und zugleich eine kritische Reflexion kirchlichen Handelns ermöglicht. Methodisch empfiehlt sich eine strukturierte Erarbeitung: Zunächst können die Schüler*innen zentrale Schlagworte aus dem Video sammeln (z. B. Häresie, Ketzer, Wahrheit, Macht), um diese anschließend in einem Tafelbild zu systematisieren. Darauf aufbauend kann eine Quellenarbeit mit historischen Dokumenten erfolgen, um das im Video Dargestellte zu überprüfen und zu vertiefen. Eine kontroverse Diskussion über Machtmissbrauch, Wahrheitssicherung und die Rolle der Kirche in der Geschichte eröffnet schließlich den Transfer zu aktuellen Fragen nach Religionsfreiheit, Gewalt im Namen der Religion und der Glaubwürdigkeit der Kirche heute. Denkbar ist auch eine kreative Methode wie das Verfassen eines fiktiven Briefes aus Sicht eines Angeklagten oder eines Inquisitors, um Empathie und Perspektivwechsel zu fördern.