Für den Religionsunterricht eignet sich das Medium besonders, um den Schülerinnen und Schülern die Verzahnung von Religion, Politik und Gesellschaft im Mittelalter bewusst zu machen. Methodisch kann es sowohl als Einstieg in eine Unterrichtsreihe zur mittelalterlichen Kirchengeschichte als auch zur Vertiefung des Themas „Kirche und Macht“ eingesetzt werden. Ein erster Zugang bietet sich über die kontrastreiche Darstellung von Kaiser- und Papsttum, die sich gut in Partner- oder Gruppenarbeit analysieren lässt. Schülerinnen und Schüler können dabei Positionen der beteiligten Akteure erarbeiten und in einer kontroversen Diskussion nachspielen, etwa in Form eines Rollenspiels (Papst Gregor VII. – Kaiser Heinrich IV. – Bischöfe – Gläubige). Ergänzend eignet sich das Medium für die Erarbeitung langfristiger Konsequenzen: die Frage nach der Freiheit der Kirche, die Entstehung neuer kirchlicher Strukturen und die Bedeutung für die heutige Diskussion um die Trennung von Kirche und Staat. Lehrkräfte sollten methodisch berücksichtigen, dass die Darstellung historisch anspruchsvoll ist und deshalb durch strukturierende Arbeitsaufträge, Visualisierungen (z. B. Schaubilder zu Machtstrukturen) und gezielte Leitfragen unterstützt werden sollte. Ein abschließender Transfer in die Gegenwart – etwa durch die Frage, welche Spannungen zwischen Religion und Politik heute sichtbar sind – rundet die Arbeit mit dem Medium ab.