Für den Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte: Zunächst kann Ambrosius als exemplarische Gestalt frühkirchlicher Identitätsbildung vorgestellt werden, um den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung der Kirchenväter für die Entwicklung des Christentums aufzuzeigen. Methodisch eignet sich eine arbeitsteilige Erschließung seiner Lebensstationen (z. B. als Lernplakat, digitale Pinnwand oder Gruppenarbeit mit Präsentationen). Besonders lohnend ist die Auseinandersetzung mit der berühmten Szene, in der Ambrosius Kaiser Theodosius zur Buße zwingt – ein Anlass, um Fragen nach Macht, Verantwortung und dem Verhältnis von Kirche und Staat zu thematisieren. Auch seine Bedeutung für die Liturgie und den Gemeindegesang kann durch Hörbeispiele verdeutlicht werden. Differenziert eingesetzt, kann das Medium sowohl im historischen Lernen (Kirchengeschichte, Spätantike) als auch in ethischen und gesellschaftspolitischen Diskussionen (Autorität, Gewissensfreiheit, Zivilcourage) fruchtbar gemacht werden.