Für den katholischen Religionsunterricht bietet das Medium vielfältige didaktische Möglichkeiten. Lehrkräfte können die Schüler:innen zur Spurensuche in der Geschichte des Christentums anregen und sie dabei ermutigen, die Frage nach den Bedingungen für Glaubensweitergabe und Gemeindebildung zu stellen. Methodisch eignet sich der Einsatz sowohl in der Mittel- als auch in der Oberstufe. In der Mittelstufe können die Lernenden mithilfe des Mediums die wesentlichen Stationen der christlichen Ausbreitung in Form von Kartenarbeit, Zeitstrahlen oder Partnerrecherchen erschließen. In der Oberstufe lässt sich das Material nutzen, um kritisch nach den Gründen für die Attraktivität des Christentums in der Antike zu fragen und Bezüge zur heutigen Situation kirchlicher Glaubensvermittlung zu diskutieren. Besonders fruchtbar sind dialogische Methoden, etwa Rollenspiele zur Verfolgungssituation oder zur Missionstätigkeit, sowie kreative Aufgaben wie die Gestaltung einer fiktiven Missionsrede oder einer „Werbekampagne“ für die junge Kirche. Damit leistet das Medium einen Beitrag zur Kompetenzentwicklung im Bereich historischer und gegenwartsbezogener Urteilsfähigkeit, fördert Perspektivübernahme und regt zu einem reflektierten Blick auf das heutige Christsein an.