Didaktisch und methodisch bietet das Medium vielfältige Anknüpfungspunkte: Es eignet sich besonders für die Erarbeitung der Passionsgeschichte in der Mittel- und Oberstufe. Lehrkräfte können mit den Schülerinnen und Schülern zunächst die historische Situation beleuchten und den Prozess Jesu unter römischer Herrschaft kritisch analysieren. Anschließend kann die theologische Bedeutung des Leidens Jesu für das christliche Bekenntnis reflektiert werden – sowohl in Hinblick auf die Christologie als auch auf die Frage nach dem Leid in der Welt. Methodisch lassen sich arbeitsteilige Gruppenphasen, Text-Bild-Analysen oder auch Rollenspiele zur Gerichtsverhandlung einsetzen. Ebenso kann das Medium als Impuls für eine kreative Auseinandersetzung dienen, etwa durch das Verfassen von fiktiven Zeitzeugenberichten oder das Gestalten moderner „Gerichtsurteile“. So wird das Medium zu einem Instrument, das sowohl historisches Wissen als auch existentielle Fragen in den Blick nimmt.