Didaktisch eignet sich das Medium besonders für den Einsatz in der Sekundarstufe II, aber auch in höheren Klassen der Sekundarstufe I, wenn bereits Grundkenntnisse ethischer Fragen vorhanden sind. Methodisch lässt es sich gut in Phasen der Erarbeitung und Sicherung integrieren: Schülerinnen und Schüler können zunächst die drei Pole anhand des Mediums erschließen und dann eigene Fallbeispiele aus Alltag, Politik oder Geschichte auf diese Struktur beziehen. In Gruppenarbeit lassen sich Szenarien entwerfen, die verdeutlichen, wie Spannungen zwischen den Polen entstehen und wie eine Balance gefunden werden kann. Ebenso kann das Medium als Folie für die Auseinandersetzung mit ethischen Positionen (z. B. deontologische, utilitaristische oder tugendethische Ansätze) genutzt werden, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit der christlichen Ethik zu reflektieren. Empfehlenswert ist auch der Transfer in aktuelle Fragestellungen (z. B. Klimaverantwortung, soziale Gerechtigkeit, digitale Kommunikation), die die Schülerinnen und Schüler selbst auswählen und bearbeiten. So wird die Abstraktion der drei Pole konkret erfahrbar und zugleich in einen lebensweltlichen Kontext gestellt.