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Religionen im Gespräch

Religionen im Gespräch

Sind Aleviten Muslime?

Veröffentlichung:5.7.2012

Das Video beschäftigt sich mit der Frage nach der religiösen Identität des Alevitentums und greift eine häufig gestellte Frage auf: Sind Aleviten Muslime oder bilden sie eine eigenständige Religionsgemeinschaft? Dabei wird deutlich, dass es innerhalb des Alevitentums unterschiedliche Positionen gibt. Einige Aleviten verstehen sich als Teil des Islams, andere betrachten das Alevitentum als eigenständige Religion. Das Gespräch erläutert, dass diese Vielfalt bewusst anerkannt wird und unterschiedliche Auffassungen gleichberechtigt nebeneinander bestehen können. Gleichzeitig werden zentrale Merkmale der alevitischen Lehre vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen der Mensch als verantwortliches Wesen, die Bedeutung des freien Denkens, die Offenheit für unterschiedliche Auffassungen sowie der respektvolle Umgang mit religiöser Vielfalt. Darüber hinaus wird erläutert, dass sich das Alevitentum gegenwärtig intensiv mit seiner eigenen Geschichte und Identität auseinandersetzt und wissenschaftliche Forschung diesen Prozess begleitet.

Religionen im Gespräch im Haus der Religionen Hannover. Am 28. Juni 2012 diskutierte Melek Yildiz, Religionslehrerin und Mitglied im Vorstand der Alevitischen Gemeinde Deutschland, mit Islamwissenschaftler Yilmaz Kahraman über das Thema: "Aleviten - Wer ist das denn?". Moderiert von Prof. Dr. Wolfgang Reinbold.


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Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und der gymnasialen Oberstufe im Themenbereich Religionen, religiöse Vielfalt und interreligiöser Dialog. Es ermöglicht den Lernenden, sich mit einer in Deutschland häufig wenig bekannten Religionsgemeinschaft auseinanderzusetzen und vereinfachende Vorstellungen kritisch zu hinterfragen. Vor der Sichtung empfiehlt sich eine Einführung in die Geschichte des Alevitentums sowie in die Vielfalt religiöser Traditionen innerhalb des Islams und darüber hinaus. Während der Arbeit mit dem Video können die Lernenden untersuchen, weshalb religiöse Identität nicht immer eindeutig zu bestimmen ist und warum unterschiedliche Selbstverständnisse innerhalb einer Religionsgemeinschaft bestehen können. Das Gespräch bietet einen guten Anlass, über das Recht auf Selbstbezeichnung, religiöse Identität und die Bedeutung von Vielfalt innerhalb von Religionen nachzudenken. Ebenso kann das im Video hervorgehobene Kontroversitätsprinzip aufgegriffen werden. Die Lernenden erkennen, dass unterschiedliche Positionen sachlich diskutiert werden können, ohne dass eine Sichtweise ausgeschlossen wird. Die Betonung des eigenverantwortlichen Menschen eröffnet außerdem Gespräche über Gewissen, Freiheit, Verantwortung und ethisches Handeln. Gruppenarbeiten können die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Alevitentum, Christentum und verschiedenen islamischen Traditionen vergleichen. Das Medium fördert religiöse Urteilskompetenz, Dialogfähigkeit, Perspektivwechsel, Empathie sowie die Fähigkeit, religiöse Vielfalt als Bereicherung einer demokratischen Gesellschaft wahrzunehmen.

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