Die Dokumentation bietet reichhaltiges Material für den katholischen Religionsunterricht ab der Sekundarstufe II, weil sie Schülerinnen und Schüler mit Grundfragen von Religion, Gesellschaft und Ethik konfrontiert. Besonders wertvoll ist der direkte Einblick in die Lebenswelten dreier Menschen, die ganz unterschiedliche Zugänge zum Islam haben und damit exemplarisch verschiedene gesellschaftliche Positionen sichtbar machen. Der Film ermöglicht es, die Spannung zwischen religiöser Tradition und modernen Freiheitsansprüchen konkret nachzuvollziehen und in die eigene Reflexion einzubringen. Im Unterricht kann die Dokumentation beispielsweise mit einem kurzen Filmausschnitt eröffnet werden, der den Lernenden als Impuls dient. Bereits kleine Szenen genügen, um unterschiedliche Haltungen sichtbar zu machen. Anschließend bietet sich eine gemeinsame Analyse der Protagonist:innen an, bei der Schülerinnen und Schüler herausarbeiten, welche Werte vertreten werden, welche Rolle Religion spielt und welche Konflikte daraus entstehen. Im Austausch lassen sich die Perspektiven nebeneinanderstellen und diskutieren, wobei insbesondere die Frage leitend sein kann, wann Religion zu einer Quelle von Orientierung, Halt und Gemeinschaft wird und wann sie zur Gefahr für Freiheit, Würde und Gleichberechtigung werden kann. Auf diese Weise eröffnet die Dokumentation die Möglichkeit, die eigene Lebenswelt mit einzubeziehen und den Blick auf den Umgang mit Religion in pluralen Gesellschaften zu richten. Hierbei kann auch die christliche Perspektive in den Dialog gebracht werden: Welche Impulse gibt das Evangelium für Freiheit, Würde und Gleichheit? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich erkennen? Methodisch eignet sich eine Vielfalt von Zugängen – von Rollenspielen über kreative Ausdrucksformen wie Collagen oder Songtexte bis hin zu schriftlichen Reflexionen. Dadurch werden nicht nur Wissen und Analysefähigkeit gefördert, sondern auch Empathie, Urteilsfähigkeit und Dialogbereitschaft gestärkt. Die Arbeit mit der Dokumentation trägt so wesentlich dazu bei, religiöse Wahrnehmung, interkulturelle und interreligiöse Dialogkompetenz sowie die Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Fragen zu fördern.