Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe und kann in Unterrichtseinheiten zu den Themen Kirche weltweit, Glaubenszeugnisse, Berufung, Religionsfreiheit, Christentum unter kommunistischer Herrschaft, Sakramente, Katechese, Ökumene sowie christliches Leben in der Diaspora eingesetzt werden. Die persönliche Lebensgeschichte ermöglicht Lernenden einen anschaulichen Zugang zu den Folgen politischer Unterdrückung für den Glauben und zeigt zugleich, wie Menschen ihren Glauben trotz schwieriger Bedingungen bewahren können.
Vor dem Ansehen des Videos empfiehlt es sich, das historische Umfeld des Kommunismus in Osteuropa sowie die religiöse Situation in Georgien zu thematisieren. Ebenso kann gemeinsam überlegt werden, welche Bedeutung Religionsfreiheit besitzt und warum Glaube für viele Menschen ein wichtiger Teil ihrer Identität ist. Eine Sammlung von Erwartungen an das Video erleichtert den Einstieg.
Während des Sehens können Lernenden Aussagen sammeln, die den Weg des Priesters zu seiner Berufung beschreiben. Ebenso können Beispiele notiert werden, wie der Glaube im Alltag gelebt und weitergegeben wird. Eine weitere Beobachtungsaufgabe kann sich mit den Aufgaben eines Priesters sowie mit den Herausforderungen einer kleinen katholischen Gemeinde beschäftigen. Auch die Bedeutung der Sakramente, der Katechese und der Jugendarbeit kann herausgearbeitet werden.
Nach dem Video bietet sich eine gemeinsame Auswertung im Unterrichtsgespräch an. Die Erfahrungen des Priesters können mit biblischen Berufungsgeschichten sowie mit Texten über Nachfolge, Vertrauen und Sendung verglichen werden. Ebenso eignet sich das Video für Gespräche über die Bedeutung der Kirche in unterschiedlichen politischen Systemen und über das Verhältnis zwischen katholischer und orthodoxer Kirche. In Gruppenarbeit können Lernenden untersuchen, welche Aufgaben Kirche für Kinder, Jugendliche und Familien übernimmt und warum Gemeinschaft für den Glauben wichtig ist. Kreative Methoden wie das Schreiben eines Briefes an den Priester, das Gestalten eines Plakates über Religionsfreiheit oder das Verfassen einer Fürbitte für verfolgte Christinnen und Christen vertiefen die persönliche Auseinandersetzung. Das Medium fördert religiöse, historische, ethische und soziale Kompetenzen und regt dazu an, über Glauben, Berufung, Verantwortung, Freiheit und Gemeinschaft nachzudenken.
Fragestellungen zum Video mit Antworten
Welche Erfahrungen machte der Priester während der kommunistischen Herrschaft?
Er wuchs in einer Zeit auf, in der Kirchen geschlossen waren und der christliche Glaube nur heimlich gelebt werden konnte. Eine offene Glaubensweitergabe war kaum möglich.
Wie fand er zu seiner Berufung als Priester?
Durch eine persönliche Glaubenskrise, die Begegnung mit der Kirche, die Vorbereitung auf die Sakramente und ein prägendes Erlebnis während des Weltjugendtages erkannte er seine Berufung.
Welche Aufgaben übernimmt der Priester in seiner Gemeinde?
Er feiert die Sakramente, begleitet Kinder, Jugendliche und Familien, vermittelt den Glauben, organisiert Angebote für junge Menschen und stärkt die Gemeinschaft.
Welche Herausforderungen beschreibt das Video?
Es zeigt die Folgen der kommunistischen Vergangenheit, die geringe Zahl katholischer Gläubiger, Schwierigkeiten im Verhältnis zur orthodoxen Kirche und den mühsamen Aufbau kirchlichen Lebens.
Welche christlichen Werte werden besonders deutlich?
Vertrauen auf Gott, Hoffnung, Treue zum Glauben, Gemeinschaft, Verantwortung, Geduld, Versöhnung und der Dienst am Mitmenschen.
Warum spielt die Jugendarbeit eine wichtige Rolle?
Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen, den Glauben kennenzulernen, Gemeinschaft zu erleben, ihre Talente zu entdecken und christliche Werte für ihr Leben zu entwickeln.
Welche Bedeutung hat die Einheit der Kirchen für den Priester?
Er wünscht sich mehr gegenseitiges Verständnis und hofft auf ein gemeinsames christliches Zeugnis sowie auf eine stärkere Verbundenheit zwischen katholischer und orthodoxer Kirche.