Unterrichtsstunde (90 Minuten): Christenverfolgung weltweit – Glaube unter Druck
I. Einführung (ca. 10 Min.)
Einstieg mit einem kurzen Zusammenschnitt aus den sechs Videos (ca. 4–5 Minuten).
Danach Impulsfrage an die Klasse:
„Hättet ihr es den Menschen angesehen, dass sie verfolgt wurden?“ (Bezug auf das Zitat: „Wenn ihr es nicht wüsstet, ihr würdet uns nicht ansehen, dass wir leiden.“)
Lehrkraft sammelt erste Eindrücke auf dem Board (Begriffe wie „Leid“, „Trotzdem Freude“, „Glaube“, „Vertrauen“).
II. Diskussion (ca. 15 Min.)
Kleingruppen (3–4 Schüler) erhalten je ein Land (Syrien, Indien, Burkina Faso, Irak, Äthiopien, Kongo).
Auftrag: „Sprecht darüber, was die Christen dort erleiden und was euch daran überrascht.“
Jede Gruppe markiert auf einer Weltkarte ihr Land und notiert Stichpunkte auf Moderationskarten (z. B. „Verlust der Heimat“, „Trotzdem Hoffnung“).
Plenumsrunde: kurze Vorstellung der Karten, die an der Weltkarte angebracht werden → Entstehung einer „Wand der Erfahrungen“.
III. Praktische Anwendung (ca. 20 Min.)
Rollenspiel/Simulation: „Wenn wir verfolgte Christen wären…“
Jede Gruppe erhält eine fiktive Situation, inspiriert von den Videos (z. B. Dorf wurde angegriffen, Bibeln verboten, Flucht, Verlust von Familienmitgliedern).
Auftrag: Überlegt 5 Minuten, wie ihr reagieren würdet: Würdet ihr bleiben? Fliehen? Glauben verstecken oder bekennen?
Danach stellt jede Gruppe ihre kurze Szene (1–2 Min.) pantomimisch oder dialogisch dar.
IV. Präsentation der praktischen Anwendung (ca. 10 Min.)
Jede Gruppe führt ihre Szene auf.
Beobachtungsauftrag für die anderen: „Welche Gefühle und Konflikte erkennt ihr?“
Nach jeder Szene: 1–2 Schüler geben Feedback, was sie bewegt hat.
V. Reflexion und Zusammenfassung (ca. 15 Min.)
Gemeinsames Gespräch:
„Was können wir von diesen Christen lernen?“
„Wie wirkt der Glaube inmitten von Leid?“
„Was unterscheidet ihr Leiden von unserem Alltag?“
Tafelanschrift: „Leiden – Glaube – Hoffnung“
Lehrkraft fasst zusammen: Christenverfolgung ist Realität heute; Christen zeigen erstaunliche Widerstandskraft im Glauben.
VI. Hausaufgabe
Schüler schreiben einen fiktiven Brief an einen verfolgten Christen (aus einem der Videos).
Inhalt: Ermutigung, Bezug auf Bibelverse, eigene Gedanken.
Ziel: Empathie entwickeln, Glaubensperspektive reflektieren.
VII. Abschließende Worte (ca. 5 Min.)
Gemeinsames kurzes Gebet/Fürbitte (frei oder von der Lehrkraft vorbereitet).
Optional: Schweigeminute für die Betroffenen.
VIII. Zusätzliche kreative Ideen
Eine Spendenaktion oder Solidaritätsbriefaktion (z. B. in Kooperation mit „Open Doors“) als Projekt aus dem Unterricht entwickeln.
Erstellung eines Podcast-Beitrags oder Videoclips: „Was wir von Christen im Leid lernen können“.
Ein Kunstprojekt: Symbolische Darstellungen von „Hoffnung trotz Verfolgung“ (Collage, Malerei, Fotoprojekt).
IX. Bibelzitate (zur Einbindung in allen Phasen)
Matthäus 5,10: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.“
2. Korinther 4,8–9: „Wir sind bedrängt, aber nicht erdrückt; wir sind ratlos, aber nicht verzweifelt; wir werden verfolgt, aber nicht verlassen.“
Römer 8,38–39: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben… uns scheiden kann von der Liebe Gottes.“
Psalm 34,19: „Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.“