Im katholischen Religionsunterricht bietet diese Dokumentation ab Sekundarstufe I (besonders ab Klasse 9) einen wertvollen Impuls zur Auseinandersetzung mit Tod, Verlust, Erinnerung, Hoffnung und religiösen Trauerritualen. Die Reportage greift Fragen auf, die für viele Jugendliche existenziell sind: Wie trauere ich richtig? Muss ich mich an gesellschaftliche Erwartungen halten? Darf ich traurig und zugleich lebensfroh sein? Wie kann ich einen geliebten Menschen innerlich bei mir behalten? Die Vielfalt der Trauerformen, die hier gezeigt wird, lädt ein, über eigene Vorstellungen vom Leben nach dem Tod und über spirituelle Begleitung in der Trauer nachzudenken.
Didaktisch lässt sich die Sendung gut mit Themen wie Trauerkultur, Hoffnung auf Auferstehung, rituelle und persönliche Abschiedsgestaltung, Christliche Auferstehungshoffnung und Gottes Nähe im Leid verknüpfen. Die Schüler*innen können traditionelle kirchliche Rituale (z. B. Begräbnis, Totengedenken, Allerseelen) mit individuellen Ausdrucksformen vergleichen und kritisch reflektieren. Auch der Umgang mit sozialen Medien in Trauerprozessen – etwa Gedenkprofile, Abschiedsvideos oder digitale Erinnerungsräume – kann thematisiert werden.
„Ich trauere anders“ ermöglicht eine zeitgemäße, lebensnahe und einfühlsame Auseinandersetzung mit dem Thema Trauer. Der Film öffnet Raum für Austausch, Empathie und spirituelle Tiefe – und ermutigt dazu, individuelle Ausdrucksformen von Verlust und Hoffnung zuzulassen.