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ZDF | 37° Leben

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Keine Angst vor dem Tod

Veröffentlichung:18.7.2025

Die Dokumentation „Keine Angst vorm Tod“ zeigt, wie junge Bestatterinnen den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer neu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die den Tod aus der Tabuzone holen und individuelle Formen des Abschieds ermöglichen möchten. Die Dokumentation begleitet Bestatterinnen bei ihrer täglichen Arbeit und zeigt, wie sie Angehörige einfühlsam begleiten, persönliche Abschiedsrituale entwickeln und über soziale Medien für einen offenen Umgang mit dem Tod werben. Gleichzeitig wird deutlich, dass sich die Bestattungskultur verändert und immer mehr Menschen eigene Vorstellungen von Trauer und Erinnerung verwirklichen möchten. Das Medium regt dazu an, über den eigenen Umgang mit Vergänglichkeit, Hoffnung, Trauer und den Sinn von Ritualen nachzudenken und eröffnet unterschiedliche gesellschaftliche und religiöse Perspektiven auf den Tod.

Die 27-minütige Reportage „Keine Angst vorm Tod“ zeigt, wie junge Bestatterinnen und Trauerbegleiterinnen den Umgang mit Sterben und Trauer neu gestalten. Zwei Frauen im Fokus: Leo, die mit ihrem Unternehmen „Junimond“ individuelle Abschiedsrituale jenseits klassischer Normen anbietet, und Stefanie, die traditionelle Trauerfeiern hinterfragt und ein modernes, empathisches Miteinander ermöglicht. Sie gestalten helle, offene Räume, nutzen digitale Formate und sprechen aktiv über Wünsche und Ängste, auch vor dem Tod.


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Die Dokumentation eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu den Themen Tod und Auferstehung, Trauer, Hoffnung, Menschenwürde, Sterbebegleitung, Rituale sowie christliche Jenseitsvorstellungen. Das Medium ermöglicht einen lebensweltlichen Zugang zu einem Thema, das viele Lernende bewegt, über das jedoch häufig nur wenig gesprochen wird. Die persönlichen Geschichten schaffen emotionale Zugänge und fördern Empathie sowie die Bereitschaft, sich mit existenziellen Fragen auseinanderzusetzen.

Als Einstieg bietet sich eine Gedankenreise oder eine stille Impulsfrage an, beispielsweise: „Welche Gedanken verbindest du mit dem Tod?“ oder „Warum fällt es vielen Menschen schwer, über den Tod zu sprechen?“ Die Antworten können anonym gesammelt und anschließend gemeinsam ausgewertet werden. Während der Dokumentation können Lernende Aussagen zu den Themen Trauer, Abschied, Rituale und Hoffnung notieren und den dargestellten Perspektiven zuordnen.

Im weiteren Unterricht können die vorgestellten Bestattungsformen mit christlichen Bestattungsritualen verglichen werden. Dabei eignen sich biblische Texte wie Johannes 11,25 bis 26, Psalm 23, 1 Korinther 15 oder Offenbarung 21 als Grundlage, um christliche Hoffnungsbilder zu erschließen. Ebenso kann die Bedeutung von Ritualen für die Trauerbewältigung untersucht werden. Lernende erkennen, dass Rituale Orientierung geben, Gemeinschaft schaffen und helfen können, Verluste zu verarbeiten.

Methodisch eignet sich das Medium für Gruppenarbeiten, in denen unterschiedliche Aspekte bearbeitet werden, beispielsweise die Aufgaben von Bestatterinnen, der Wandel der Bestattungskultur, religiöse Vorstellungen vom Leben nach dem Tod oder die Bedeutung individueller Abschiedsformen. Anschließend können die Ergebnisse in Form eines Lernplakates oder einer Präsentation vorgestellt werden. Eine Podiumsdiskussion zur Frage, ob traditionelle oder individuelle Bestattungen besser den Bedürfnissen trauernder Menschen entsprechen, fördert die Argumentationsfähigkeit und den Perspektivwechsel. Den Abschluss kann eine persönliche Schreibaufgabe bilden, etwa mit der Fragestellung: „Welche Bedeutung haben Hoffnung und Erinnerung für den Umgang mit dem Tod?“ Dadurch verbindet das Medium religiöses Lernen mit persönlicher Reflexion und stärkt die Urteilsfähigkeit der Lernenden.

Im katholischen Religionsunterricht eignet sich diese Doku ab der Sekundarstufe I zur Auseinandersetzung mit Themen wie Abschied, Trauer, Rituale, Lebenspreis und Hoffnung. Sie bietet einen realen Einblick in den Wandel von Begräbniskultur und öffnet Wege zur Reflexion über persönliche Trauer- und Glaubenserfahrungen. Die Reportage regt dazu an, sich mit biblischen und kirchlichen Abschiedsritualen auseinanderzusetzen – etwa Begräbnismusik, Gebete und Abschiedsworte – und sie kritisch in den heutigen gesellschaftlichen Alltag zu übertragen. Zugleich thematisiert der Film Fragen nach professioneller Trauerbegleitung, Selbstbestimmung am Lebensende sowie dem Umgang mit Ängsten und Schuldgefühlen.

Fragestellungen zum Video mit Antworten


Warum möchten die Bestatterinnen den Tod enttabuisieren?

Sie möchten erreichen, dass Menschen offener über Sterben, Tod und Trauer sprechen und dadurch Ängste abgebaut werden.


Welche Bedeutung haben Rituale beim Abschied?

Rituale helfen vielen Menschen, ihre Trauer auszudrücken, Abschied zu nehmen und den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten.


Wie verändert sich die Bestattungskultur?

Immer mehr Menschen wünschen sich individuelle Formen der Bestattung und persönliche Abschiedsfeiern, die ihrem Leben und ihren Werten entsprechen.


Welche Rolle spielen Angehörige bei den gezeigten Bestattungen?

Angehörige werden bewusst in die Gestaltung des Abschieds einbezogen und können persönliche Wünsche und Erinnerungen einbringen.


Welche christliche Hoffnung kann im Religionsunterricht mit der Dokumentation verbunden werden?

Das Christentum verkündet die Hoffnung auf die Auferstehung und auf das Leben bei Gott. Diese Hoffnung spendet vielen Menschen Trost angesichts des Todes.


Warum eignet sich die Dokumentation für den Religionsunterricht?

Sie verbindet persönliche Erfahrungen mit ethischen, religiösen und gesellschaftlichen Fragestellungen und lädt Lernende dazu ein, eigene Vorstellungen vom Leben, vom Tod und von Hoffnung zu reflektieren.


Welche Botschaft vermittelt die Dokumentation?

Der Tod gehört zum Leben. Ein offener Umgang mit Sterben und Trauer sowie persönliche Formen des Abschieds können helfen, Verlust zu bewältigen und Hoffnung zu bewahren.

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 10

10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung.

Sekundarstufe II | E2 Gotteswort im Menschenwort – Themen der Bibel und ihre Aneignung

E2.3 Ausblicke auf das Ende.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 1. Sterben und Tod, Erlösung und Auferstehung.

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