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Medienportal der evang. und kath. Medienzentralen

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Capernaum – Stadt der Hoffnung

Veröffentlichung:16.7.2025

Capernaum – Stadt der Hoffnung erzählt die erschütternde Geschichte des zwölfjährigen Zain, der in einem libanesischen Elendsviertel lebt und seine Eltern verklagt – weil sie ihn zur Welt gebracht haben, obwohl sie ihm kein würdiges Leben bieten konnten. Der Film folgt dem Jungen durch eine von Armut, Gewalt, Vernachlässigung und Überforderung geprägte Kindheit. Nachdem er aus seiner Familie flieht, findet er Unterschlupf bei einer Migrantin und kümmert sich liebevoll um ihr Baby – bis auch dieses fragile Beziehungsgeflecht durch Behörden, Ausbeutung und staatliche Gleichgültigkeit gefährdet wird. Zains Geschichte ist eine Anklage gegen ein System, das versagt, wo Kinderleben geschützt werden müssten.

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Dieser Film ist über die Plattform medienzentralen.de abrufbar. Er steht u.a. Lehrkräften in den Bistümern Fulda, Limburg, Mainz, Speyer und Trier über ihr Nutzerkonto zur Verfügung.

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Für den katholischen Religionsunterricht eröffnet Capernaum einen kraftvollen Zugang zu Themen wie Menschenwürde, Kinderrechte, soziale Gerechtigkeit, Verantwortung, Hoffnung und Lebensschutz. Der Film stellt auf radikale Weise die Frage nach dem Wert eines jeden Menschen – besonders in prekären Verhältnissen – und bringt die Zuschauenden an die ethischen und spirituellen Grundfragen unserer Zeit: Was schulden wir den Schwächsten? Was heißt es, inmitten von Not menschlich zu handeln? Wo zeigt sich Hoffnung trotz Ausweglosigkeit?

Didaktisch eignet sich der Film hervorragend für Unterrichtseinheiten über christliche Sozialethik, Menschenwürde im Licht der Bibel, Kindheit im globalen Kontext, Verantwortung für das Leben, Solidarität und Gerechtigkeit. Zains Klage gegen seine Eltern kann als Ausgangspunkt dienen, um über persönliche Verantwortung, elterliche Pflicht, strukturelle Schuld und den Schutz des Lebens zu diskutieren. Biblische Bezüge (etwa Jesu Umgang mit Kindern, Gleichnisse über Barmherzigkeit, die Option für die Armen) machen den Film für religiöse Bildung besonders anschlussfähig.

Der Film ist emotional sehr fordernd – daher sollte er nur mit entsprechender Sensibilität und Vor- bzw. Nachbereitung eingesetzt werden. Methodisch bietet sich eine Kombination aus Filmgespräch, Tagebucharbeit, biografischem Nachdenken, Gruppenprojekten zu Kinderrechten, kreativen Aufgaben und ethischer Reflexion an.

Capernaum ist keine leichte Kost – aber ein zutiefst bewegender Film über Menschlichkeit, Überleben und Hoffnung. Er ruft dazu auf, nicht wegzusehen – und im Angesicht menschlicher Not Antworten zu suchen, die vom Evangelium her getragen sind.

Rheinland-Pfalz

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16.7.2025

konfessionelle Kooperation ,Interreligiöser Dialog

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Menschen & Welt ,Religionen

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