Ziel des Materials ist es, Jugendliche dazu zu befähigen, Frühformen extremistischer Ideologie zu erkennen, digitale Manipulation zu hinterfragen und eine demokratische, solidarische Haltung zu entwickeln. Die begleitende Unterrichtseinheit umfasst etwa 3 bis 4 Schulstunden und gliedert sich in drei Phasen:
Einstieg: Aktivierung des Vorwissens über Freundschaft, Zugehörigkeit und Ideale. Die Frage „Was, wenn sich jemand aus meinem Freundeskreis verändert?“ dient als Impuls für das Spiel.
Spielphase (ca. 60 Minuten): Die Schüler:innen spielen in Gruppen das Spiel „Wo ist Romi?“, rekonstruieren dabei Romis Kommunikationsverhalten und erkennen die allmähliche Einflussnahme einer rechten Gruppe.
Reflexion und Transfer: Mithilfe von Arbeitsblättern, Rollenkarten und Diskussionsimpulsen analysieren die Lernenden das Vorgehen rechter Gruppierungen, diskutieren Romis Situation und reflektieren eigene Handlungsoptionen – u. a. Zivilcourage, Freundschaft, Grenzziehung und Unterstützungsstrategien.
Besonders wertvoll ist die Sensibilisierung für subtile Formen der neuen Rechten, deren Symbolik, Rhetorik und Social-Media-Strategien. Das Material enthält außerdem Hintergrundinformationen für Lehrkräfte, eine Methodensammlung, Begriffs-Glossar, Reflexionshilfen sowie Hinweise zur pädagogischen Arbeit mit betroffenen Schüler:innen.
Im katholischen Religionsunterricht lassen sich zahlreiche Anknüpfungspunkte nutzen: Menschenwürde, Nächstenliebe, Verantwortung, Schutz vor Ausgrenzung und das christliche Gebot der Solidarität mit den Schwächsten stehen im Zentrum. Die Verbindung zwischen digitaler Lebenswelt und ethischer Bildung macht das Material zu einem besonders geeigneten Instrument für Wertevermittlung im Unterricht.