Das Medium eignet sich besonders für den Religionsunterricht, da es zentrale Fragen nach Menschenwürde, Verantwortung, Nächstenliebe, Gewissen, Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt aufgreift. Die Lernenden setzen sich anhand einer lebensnahen Geschichte mit Ausgrenzung, Vorurteilen und Radikalisierungsprozessen auseinander und reflektieren christliche Werte im Spannungsfeld aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. Dabei eröffnet das Spiel vielfältige Anknüpfungspunkte zur Diskussion über das christliche Menschenbild, die unveräußerliche Würde jedes Menschen sowie die Verantwortung, menschenfeindlichen Haltungen entgegenzutreten.
Vor dem Einsatz empfiehlt sich eine Einführung in die Themen Demokratie, Menschenrechte und Menschenwürde sowie die Vereinbarung klarer Gesprächsregeln für einen respektvollen Austausch. Das Spiel kann sowohl einzeln als auch in Partnerarbeit bearbeitet werden. Anschließend sollten die Entscheidungen und Handlungsverläufe gemeinsam ausgewertet werden. Leitfragen können sein: Welche Faktoren begünstigen Radikalisierung? Welche Bedürfnisse werden von extremistischen Gruppen angesprochen? Welche Verantwortung tragen Freundinnen und Freunde? Welche Möglichkeiten gibt es, betroffene Menschen zu unterstützen, ohne sich selbst zu gefährden?
Methodisch bietet sich eine Kombination aus digitalem Arbeiten, Gruppenarbeit und Plenumsdiskussion an. Einzelne Szenen können analysiert, Rollen übernommen und alternative Handlungsstrategien entwickelt werden. Ebenso eignen sich Standpunktlinien, Schreibgespräche oder ethische Fallbesprechungen, um unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen. Das umfangreiche Begleitmaterial ermöglicht darüber hinaus die Planung eines Projekttages mit vertiefenden Arbeitsaufträgen, Glossar, Reflexionsphasen und weiterführenden Recherchen. Das Medium fördert Medienkompetenz, Urteilskompetenz, Empathie sowie demokratische Handlungskompetenz und unterstützt die Lernenden dabei, extremistische Propaganda in sozialen Medien kritisch zu erkennen und verantwortungsbewusst darauf zu reagieren.
Während die Jugendlichen in die Rollen ihrer Freund:innen schlüpfen, rekonstruieren sie Romis Kommunikationsverhalten, erkennen Anzeichen neurechter Propaganda und erarbeiten gemeinsam Möglichkeiten, wie sie Romi helfen könnten – etwa durch Nachrichten, Gespräche oder Hilfsangebote. Interaktive Tutorials, kurze Informationsvideos zur Neuen Rechten und eine virtuelle Ausstiegsberatung bieten medienpädagogische Unterstützung.
Das Spiel ist „mobile-first“ designt und kann in etwa 60 Minuten durchgespielt werden. Es eignet sich hervorragend für den Religions- und Ethikunterricht: Als Einstieg in Themen wie Rechtsextremismus, Demokratiekompetenz, Solidarität, Verantwortung für Freundschaft und Abgrenzung gegen menschenverachtende Ideologien. Lehrkräfte erhalten zusätzlich ausführliches Begleitmaterial mit Ablaufvorschlag, Arbeitsmethoden wie Gruppen- oder Diskussionsphasen, Glossar und Hilfestellungen für Nachbesprechung und Vertiefung.